Warum Geben-und-Empfangen-Meditationen?

Die Grundlage authentischer Spiritualität und Selbsteinsicht ist es, Liebe und Mitgefühl zu erzeugen. Liebe und Mitgefühl öffnen uns die Augen für die heilige Einheit, die der gesamten Schöpfung zugrunde liegt und offenbaren unsere dynamische wechselseitige Abhängigkeit und Verbindung mit allen und allem in unserer Umgebung. In den Lehren der Sophia-Gnostik wird Christus „das Muster, das verbindet“ genannt, denn sein Wesen ist Liebe und Mitgefühl.

Der heilige Paulus spricht dieses Thema wortgewandt an, wenn er schreibt: „Wenn ich mit den Sprachen der Menschen und der Engel rede, aber nicht Liebe habe, so bin ich ein tönendes Erz geworden oder eine schallende Zimbel. Und wenn ich Prophezeiung habe und alle Geheimnisse und alle Erkenntnis weiß, und wenn ich allen Glauben habe, so daß ich Berge versetze, aber nicht Liebe habe, so bin ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe zur Speisung der Armen austeilen werde, und wenn ich meinen Leib hingebe, auf daß ich verbrannt werde, aber nicht Liebe habe, so ist es mir nichts nütze.“ Er schließt: „Die Liebe vergeht nimmer; seien es aber Prophezeiungen, sie werden weggetan werden; seien es Sprachen, sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden. Denn wir erkennen stückweise, und wir prophezeien stückweise; wenn aber das Vollkommene gekommen sein wird, so wird das, was stückweise ist, weggetan werden. Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind, urteilte wie ein Kind; als ich ein Mann wurde, tat ich weg, was kindisch war. Denn wir sehen jetzt durch einen Spiegel, undeutlich, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, gleichwie auch ich erkannt worden bin. Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe.“ (1 Korinther 13:1-13)

Ebenso suchen viele Menschen in moderner Spiritualität und Esoterik übersinnliche und spirituelle Gaben und behaupten, höhere Bewußtseinsgrade erreicht zu haben, wie kosmisches Bewußtsein oder sogar überirdisches Bewußtsein oder Erleuchtung, wenn sie noch nicht das Heilige Herz der Liebe und des Mitgefühls ausgebildet haben. Obwohl solche Menschen tatsächlich einen flüchtigen Blick in den Bereich des höheren Bewußtseins geworfen haben mögen, kann dieser Zustand ohne Liebe und Mitgefühl nicht verkörpert und erfasst werden – denn das Heilige Herz der Liebe und des Mitgefühls ist das wirkliche Wesen der Lichtpräsenz, der Erleuchtung und Befreiung. Der Sophia-Gnostik zufolge sind Liebe und Mitgefühl der Lichtseele in uns eigen, und durch die Entwicklung von Liebe und Mitgefühl bilden wir unsere wahre Menschlichkeit aus.

Die Geben-und-Empfangen-Übungen sind die Hauptmethode, durch die Sophia-Gnostiker das Heilige Herz der Liebe und des Mitgefühls ausbilden.

Der Kabbala zufolge, müssen wir etwas empfangen, um etwas geben zu können; und um etwas vollständig zu empfangen, müssen wir es mit anderen teilen. Zuerst müssen wir die Liebe und das Mitgefühl der Lichtpräsenz in uns empfangen, und erst indem wir anderen geben, empfangen wir den Segen des Heiligen Herzens vollständig. Aus diesem Grunde muß man mit den Geben-und-Empfangen-Übungen bei sich selbst beginnen und kann sie dann auf andere ausdehnen.

Das Hauptziel der Geben-und-Nehmen-Meditationen ist die Ausbildung des Heiligen Herzens Christus – Spirituelle Liebe und Mitgefühl – jedoch ist sie auch ein Weg der Heilung und der Weitergabe von Segenswünschen an andere. Sie ist grundsätzlich dazu gedacht, jede Form von Negativität und blockierendem Karma aufzulösen und an Stelle dessen positive Energie und heilsames Karma aufzubauen. So öffnet sich natürlicher Weise der Weg zur Heilung, ob nun physisch, psychisch oder spirituell und für die Aufnahme von jeder Art von Segen, materiell und sprituell.

Vielleicht erst einmal soviel. Demnächst findet ihr hier Vorübungen und die wesentlichen Geben-und-Nehmen-Meditationen.

(Übersetzt aus: Forum der Sophia Fellowship – Foundation Practices)

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5 Antworten zu “Warum Geben-und-Empfangen-Meditationen?

  1. Hallo,

    schreibst du denn noch ein paar Geben-und-Nehmen-Meditationen rein?
    Das wäre schön.

    Ich habe jetzt zweimal schon eine Regenbogen-Meditation gemacht.
    Sie dient dem Ausgleich der Energiezentren.
    War gut, aber es fällt mir doch recht schwer mich so lange Zeit zu konzentrieren. Plötzlich denkt man an was ganz anderes. Das merkt man erst gar nicht.
    Aber ich fühl mich trotzdem irgendwie zufriedener.
    Die Sonnen-Meditation werd ich auch noch probieren, aber vielleicht hast du ja noch was anderes.

    Liebe Grüße
    Anna

  2. Hallo liebe Anna,

    danke für dein Interesse an den Geben-und-Empfangen-Meditationen. Ich werde spätestens am Wochenende dazu noch einiges übersetzen.

    Die Regenbogen-Meditation kenne ich leider noch nicht, aber sie scheint dir gutzutun. Es ist auch nicht schlimm, wenn du beim meditieren mal abschweifts. Das ist ganz normal, besonders am Anfang. Wenn Du es bemerkst, kehre mit deinen Gedanken einfach wieder zur Meditation zurück.

    Viel Erfolg.

    Liebe Grüße
    Martina

  3. Hallo Martina,

    habe mich jetzt angemeldet.

    Liebe Grüße

    Anna Blume

  4. hallo,

    hab da mal ne frage – hoffe du antwortest !

    also .. meine tante hat mir auch mal verschiedene meditationen usw. gezeigt
    unteranderem eine wo zwei leute sich gegenüber sitzen und über die hände gute gedanken u gefühle tauschen – wie genau funktioniert das nochmal!!

    liebe grüße
    kathy

    • Hallo Kathy,

      es gibt viele verschiedene Meditationen, die mit den inneren Energiezentren, die wir innere Sterne nennen, und die ja auch als Chakren bekannt sind, arbeiten. Auch in Deinen Händen sind solche Energiezentren. Du kannst z.B. die Hände kurz und kräftig aneinander reiben, um sie zu spüren. Diese Energien lassen sich in der Meditation auch mit einer anderen Person austauschen. Du kannst Dir z.B. eine spirituelle Sonne hinter Deinem Herzen vorstellen. Sie enthält ein unerschöpfliches Reservoir an Licht und Liebe. Lasse beim Einatmen dieses Licht von Deinem Herzen durch Deinen rechten Arm zu der anderen Person, die Dir gegenübersitzt, fließen. Empfange das Licht des Anderen aus seiner spirituellen Sonne über Deinen linken Arm, solange bis ein stetiger Energiefluß entsteht. Zum Schluß dehnt zusammen das Licht auf alle Menschen aus.

      Lichtvolle Grüße,

      Martina

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