Archiv der Kategorie: Maria Magdalena

Das geheime Evangelium der Maria Magdalena (Verse 195, 204, 207, 210-211, 215-216, 231-232, 234)


Maria Magdalena von Pietro Perugino

Maria Magdalena von Pietro Perugino

195. Maria sagte: “Wer die Heilige Mutter sucht ist dem Heiligen Vater nahe. Aber wer die Heilige Mutter verleugnet, ist weit entfernt vom Heiligen Vater. Es gibt nicht zwei, sondern nur einen Gott. Er / Sie ist sowohl Vater als auch Mutter.”

204. Maria sagte: “Ich sagte zum Herrn, ‚Las mich erkennen, wer du bist‘. Der Herr antwortete mir, ‚Wie du willst. Erkenne dich selbst.’”

207. Maria sagte: “Moses sah einen brennenden Busch. Aber ich sage euch, im Geist des Gesalbten habt ihr das ganze Feuer erblickt!”

210. Maria sagte: “Der Funken muss eine Flame werden. Die Flamme muss ein loderndes Feuer werden. Wenn du scheinst wie die Sonne, bist du vollendet.”

211. Maria sagte: “Das überirdische Licht sah man nicht bevor der Gesalbte es herabholte. Jetzt gibt es einen Lichtsamen und seine Reifung steht bevor.”

215. Maria sagte: “Zahlreich sind die verborgenen Weisheitsschätze und sie warten auf ihre Entdeckung. Wenn du die Weisheit umwirbst, gibt sie dir ihre Aussteuer. Alles in ihrem Haus wird dir gehören.”

216. Maria sagte: “Die Weisheit sucht die, die sie wirklich lieben. Sie kommt zu denen, die sie suchen. Niemandem, dessen Herz sich nach ihr sehnt, wird es an Weisheit fehlen.”

231. Maria sprach und sie sagte: “Wenn du betest, lass dein Herz an seinem Platz ruhen. Wenn es fortrennt, lass es zu seiner Heimstatt zurückkehren. Sie ist der aufgestiegene Christus.

232. Maria sagte: “Wenn du leer wirst, wird der Herr sich dir ganz schenken. Wenn du dich verlierst, wirst du den Heiligen Geist erlangen.”

234. Maria sagte: “Heute seit ihr weniger als die Engel, obwohl manche unter euch den Engeln gleich sind. Wenn ihr vollendet seit, werdet ihr über den Engeln stehn.”

Eine Einführung in das Evangelium gibt es in einer früheren Post.

wird fortgesetzt …

[Übersetzt aus Sophia Fellowship, „The Secret Gospel of Mary“, recorded by Tau Malachi Eben Ha-Elijah]

Advertisements

Ahava – Liebe

Vor Kurzem habe ich diese wunderbare Kontemplation im Forum der Sophia Fellowship gefunden und möchte sie hier an euch weitergeben. Sie besteht aus Zitaten zum Thema Liebe (hebräisch Ahava), die Bruder +Yonah aus biblischen und gnostischen heiligen Schriften zusammengetragen hat:

„Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.“ (1 Johannes 4:16)

“Ihr wisst, dass es heißt: Liebe deinen Mitmenschen; hasse deinen Feind. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für alle, die euch verfolgen. So erweist ihr euch als Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne scheinen auf böse Menschen wie auf gute, und er lässt es regnen auf alle, ob sie ihn ehren oder verachten. Wie könnt ihr von Gott eine Belohnung erwarten, wenn ihr nur die liebt, die euch ebenfalls lieben? Das tun auch die Betrüger! Was ist denn schon Besonderes daran, wenn ihr nur zu euresgleichen freundlich seid? Das tun auch die, die Gott nicht kennen! Nein, wie die Liebe eures Vaters im Himmel, so soll auch eure Liebe sein: vollkommen und ungeteilt.” (Matthäus 5:43-48)

„Wenn ich die Sprachen aller Menschen spreche und sogar die Sprache der Engel, aber ich habe keine Liebe – dann bin ich doch nur ein dröhnender Gong oder eine lärmende Trommel. Wenn ich prophetische Eingebungen habe und alle himmlischen Geheimnisse weiß und alle Erkenntnis besitze, wenn ich einen so starken Glauben habe, dass ich Berge versetzen kann, aber ich habe keine Liebe – dann bin ich nichts. Und wenn ich all meinen Besitz verteile und den Tod in den Flammen auf mich nehme, aber ich habe keine Liebe – dann nützt es mir nichts.“ (1 Korinther 13:1-3)

„Die Liebe ist geduldig und gütig. Die Liebe eifert nicht für den eigenen Standpunkt, sie prahlt nicht und spielt sich nicht auf. Die Liebe nimmt sich keine Freiheiten heraus, sie sucht nicht den eigenen Vorteil. Sie lässt sich nicht zum Zorn reizen und trägt das Böse nicht nach. Sie ist nicht schadenfroh, wenn anderen Unrecht geschieht, sondern freut sich mit, wenn jemand das Rechte tut. Die Liebe gibt nie jemand auf, in jeder Lage vertraut und hofft sie für andere; alles erträgt sie mit großer Geduld. Niemals wird die Liebe vergehen. Prophetische Eingebungen hören einmal auf, das Reden in Sprachen des Geistes verstummt, auch die Erkenntnis wird ein Ende nehmen… Auch wenn alles einmal aufhört – Glaube, Hoffnung und Liebe nicht. Diese drei werden immer bleiben; doch am höchsten steht die Liebe.“ (1 Korinther 13:4-8, 13)

„Bleibt niemand etwas schuldig – außer der Schuld, die ihr niemals abtragen könnt: der Liebe, die ihr einander erweisen sollt. Wer den Mitmenschen liebt, hat alles getan, was das Gesetz fordert. Ihr kennt die Gebote: „Brich nicht die Ehe, morde nicht, beraube niemand, blicke nicht begehrlich auf das, was anderen gehört.“ Diese Gebote und alle anderen sind in dem einen Satz zusammengefasst: „Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.“ Wer liebt, fügt seinem Mitmenschen nichts Böses zu. Also wird durch die Liebe das ganze Gesetz erfüllt.“ (Römer 13:8-10)

„Wir lieben, weil Gott uns zuerst geliebt hat. Wenn jemand behauptet: „Ich liebe Gott“, und dabei seinen Bruder oder seine Schwester hasst, dann lügt er. Wenn er seine Glaubensgeschwister, die er sieht, nicht liebt, dann kann er Gott, den er nicht sieht, erst recht nicht lieben. Gott gab uns dieses Gebot: Wer ihn liebt, muss auch seinen Bruder und seine Schwester lieben.“ (1 Johannes 4:19-21)

Jesus sagte: „Liebe deine Freunde wie deine Seele, hüte sie wie deinen Augapfel.“ (Thomasevangelium Vers 25)

„Der Glaube empfängt, die Liebe gibt. [Niemand wird] ohne den Glauben [empfangen können]. Niemand wird ohne Liebe geben können. Daher, damit wir nun empfangen, glauben wir. Damit wir lieben, geben wir. Denn wenn jemand nicht aus Liebe gibt, hat er keinen Nutzen von dem, was er gegeben hat.“ (Evangelium des Phillip, Vers 45)

„Die Liebe [sagt von] nichts, dass es ihr [gehört, obgleich doch alles] ihr gehört. Sie [sagt] nicht [: “Jenes ist meins”] oder: “dieses ist meins”, [sondern: “alles,] was [mir] gehört, gehört dir.” (Evangelium des Phillip, Vers 110)

Maria sagte: “Verstehe, wie man liebt und du wirst ungeteilt sein. Dies ist die Buße, die der Herr lehrte, und sie ist die vollkommene Taufe.” (Geheimes Evangelium der Maria Magdalena, Vers 25)

Maria sagte: “Webt euch selbst Lichtkleider, damit ihr nicht nackt seid, wenn ihr vor die Himmelskönigin tretet. Im Glauben und in der Fülle des Wissens tut gute Werke und liebt einander. Dann werdet ihr im Geist des Herren Lichtkleider haben.“ (Geheimes Evangelium der Maria Magdalena, Vers 92)

Maria sagte: “Wenn du nicht lieben kannst, kannst du nicht einheitlich sein. Jemand der geteilt ist, ist zur Zerstörung bestimmt.” (Geheimes Evangelium der Maria Magdalena, Vers 129)

Maria sagte: “Wissen, Verstehen und Weisheit sind nicht mächtiger als die Liebe, denn sie kommen aus der Vereinigung und es ist die Liebe, die vereinigt. Jemand der liebt, erhält Wissen, Verstehen und Weisheit, aber ohne Liebe ist niemand weise. Wenn es Macht gibt, die von der Liebe getrennt ist, so ist sie böse und gebiert Böses, wo aber Liebe ist, wird Macht mit Weisheit ausgeübt. Alles Gute kommt durch die Liebe.” (Geheimes Evangelium der Maria Magdalena, Vers 136)

Maria sagte: “Wenn du alles Wissen hast, aber dir fehlt die Liebe, so fehlt dir jegliches Wissen.” (Geheimes Evangelium der Maria Magdalena, Vers 169)

Das geheime Evangelium der Maria Magdalena (Verse 4-9)

Maria Magdalena von Pietro Perugino

Maria Magdalena von Pietro Perugino

4. Eine Frau fragte Maria: „Bist du die Eine, die der Herr innig liebte? Maria sagte: Der Herr liebte die Welt, und er gab der Welt Licht und Leben, damit niemand mehr in Dunkelheit leben würde. Er liebte mich als die Seele der Welt. Indem er mich umarmte, umarmte er die Welt und erhob sie in die Brautkammer. Ich bin die, die der Herr liebt, so wie er deine Lichtseele liebt.“ Maria sagte: Wer mich findet, wird den Gesalbten finden, denn ich bin das Haus, indem der Herr wohnt.“

5. Die Gefährten sagten zu Maria: „Erzähl uns vom Neuen Jerusalem.“ Maria sagte: Es ist Weisheit, die nicht von dieser Welt ist, sondern von der Welt des Überirdischen Lichtes. Wenn alle Funken eingesammelt sind und alle Lichtgefäße geheilt sind, wirst du die Herrlichkeit des Neuen Jerusalem vom Himmel kommen sehen. Im ihr wirst du die Brautkammer und das Bild des Gesalbten erblicken.“

6. Maria sagte: „Was niedergeschlagen wurde, soll erhoben werden, und was erhoben wurde, soll herabgeworfen werden; was oben ist, muss zur Erde heruntergebracht werden, und die Erde muss zum Höchsten erhoben werden.“

7. Maria sagte: „Das Feuer ist oberhalb des Wassers, und der Himmel ist über der Erde. All das ist sowohl oben als auch unten. Alles ist vereint im Schoß der Mutter, der der uranfängliche Raum ist, aus dem alles hervorgeht. Alles wird zu seiner Wurzel und Essenz zurückkehren.“

8. Maria sagte zu einer Frau: „Die Mutter ist alles, und sie ist nichts. Sie ist alles hier auf der Erde und sie ist nichts in der Umarmung des himmlischen Vaters. Trotzdem ist sie auf der Erde und im Himmel dieselbe. Hier verändert sie sich immer. Du bist sie und sie ist du.“

9. Maria sagte einmal: „Befasse dich nicht mit der Dunkelheit in der Welt, sondern verbanne die Dunkeheit, die in dir ist. Denn sie wird dich binden und zerstören, wenn du sie nicht ausstößt“

wird fortgesetzt …

[Übersetzt aus Sophia Fellowship, „The Secret Gospel of Mary“, recorded by Tau Malachi Eben Ha-Elijah]


Das geheime Evangelium der Maria Magdalena (Verse 1-3)

Maria Magdalena von Pietro Perugino

Maria Magdalena von Pietro Perugino

Aufgezeichnet von Tau Malachi Eben Ha-Elijah

Das „Evangelium der Maria“ besteht aus 250 ausgewählten Versen, die in der mündlichen Tradition der Sophia-Gnostik der Heiligen Maria Magdalena zugeschrieben werden. Einerseits sind diese Verse von der Heiligen Braut inspiriert, und andererseits sind sie aus einer mündlichen Tradition hergeleitet, die seit langer Zeit besteht. Dies ist immer so, wenn man aus einer mündlichen Tradition heraus spricht oder schreibt. Wie die Geschichten erzählt werden, hängt von der Inspiration des Geistes im jeweiligen Moment ab. Aus diesem Grunde wird die mündliche Tradition unter Sophia-Gnostikern so hoch geschätzt, den sie bleibt immer dynamisch und lebendig. Indem wir jedoch etwas von unserer mündlichen Tradition niederschreiben, dehnen wir das Licht der Braut über unseren spirituellen Kreis hinaus aus und erlauben Anderen, das Bild der Gesalbten Braut, der Heiligen Maria Magdalena, so zu erblicken, wie sie von Sophia-Gnostikern gesehen wird. Heutzutage suchen viele Menschen nach Erkenntnissen über Maria Magdalena, und so scheint es, dass der Muttergeist uns dazu ruft, ihrer Stimme Gehör zu verschaffen. Zu Ehren des Muttergeistes und von Kallah Messia (der Gesalbten Braut) bieten wir diese Verse in ihrem Namen an, als freiwilliges Geschenk für alle. Wir beten, dass sie ein Segen und eine Inspiration für alle sind, die sie empfangen.

1. Dies sind Verse, die von der Jungfrau Salome im Namen Maria Magdalenas gesprochen wurden. Weise Frauen bewahrten sie vertrauensvoll. Maria sagte, „Wenn du die Lichtfrau kennst, wirst du deine Mutter erkennen, und du wirst vom Muttergeist als Kind des Lichtes wiedergeboren werden. Weil das Licht ungeboren ist, wirst du ewiges Leben haben.“

2. Maria sprach mit ihren Gefährtinnen, und sie sagte, „Es gibt die Herrlichkeit der Herrlichkeit und die Herrlichkeit des Lichtes, und des gibt das Wahre Licht. Deshalb suche die Essenz des Lichtes, die jenseits von allem ist, und du wirst das Wahre Licht erkennen.“

3. Maria sagte, „Diese Welt ist ein Friedhof, sie ist mit Leichen gefüllt. Aus diesem Grunde setzte der Herr (Yeshua = Jesus) die Welt in Brand, damit die Toten erwachen können und Geister befreit werden. Und jetzt brennt das Feuer. Wir hüten das Feuer, damit es hell brennen kann, und wir tanzen im Feuer, denn wir sind entflammt vom Geist Yahwehs. Wenn du den Gesalbten suchst, suchst du das Feuer. Und wenn du vollkommen verbrannt bist, wirst du glücklich sein im Wahren Licht.“

wird fortgesetzt …

[Übersetzt aus Sophia Fellowship, „The Secret Gospel of Mary“, recorded by Tau Malachi Eben Ha-Elijah]


Partzuf-Meditation: Einheit mit Maria Magdalena – der Heiligen Braut

Viele Sophia-Gnostiker haben zu Hause einen Altar, Schrein oder einen Raum für Gebet, Meditation und heilige Rituale. Sie zünden dort Kerzen an und verbrennen Weihrauch. Er dient ihnen als ein Ort der Fokussierung. Bei den spirituellen Übungen mit Maria Magdalena, der Heiligen Braut, ist der Altar ein besonders kraftvoller Ort, um den Kontakt zu ihr zu finden. Wenn du die Heilige Braut herbeirufen willst, ist es deshalb gut, einen Altar oder Schrein für die Heilige Mutter und Heilige Braut zu bauen. Du kannst dann diese Meditationsübung vor diesem Altar, aber auch an jedem anderen Ort, an dem du ungestört bist, durchführen. Viele Eingeweihte suchen sich zum Üben zusätzlich einen Platz in der Natur.

Setz dich hin und komm zur Ruhe. Führe das Kabbalistische Kreuz und die ursprüngliche Meditation aus (siehe unten) – werde frei und gegenwärtig im Augenblick. Verweile in der Ruhe und warte auf den Geist des Herren. Wenn der Geist dich bewegt, konzentriere dich auf deinen Bauch und stelle dir darin ein heiliges Feuer vor. Schüre mit jedem Atemzug dieses Feuer, fache es an.

Wenn das heilige Feuer brennt, segne es mit dem Gesang Ya-Ha-Va (kurze Vokale).

Dann stell dir vor, dass die Flamme wie ein feiner Faden sich von der Basis deiner Wirbelsäule und von deinem Bauch zu deinem Herzen bewegt. Stell dir vor, wie dein Herz in Flammen aufgeht. Lass dich erfüllen von der Kraft der göttlichen Leidenschaft, Energie und Liebe. Fühle wie du in Flammen stehst durch den Geist Yahwehs.

Nun stell dir vor, das eine Flamme aus deinem feurigen Herzen schlägt und magischerweise als das göttliche Bild der Maria Magdalena, der Heiligen Braut, vor dir tanzt.

Das Meditationsbild: Sie ist gekleidet in Karmesinrot mit einem karmesinroten Schal über ihrem Kopf. Sie trägt eine weisse innere Robe. Sie hat eine dunklere Hautfarbe und ist von ehrfurchtgebietender Schönheit mit samtschwarzen Haaren und grünen Augen. In ihren Händen hält sie den Salbtiegel und manchmal trägt sie ein Schwert. Sie ist umgeben von einer Aura aus Feuer und Licht. Sie tanzt wie eine Flamme am Himmel. Das gesamte Bild ist aus durchsichtigem Licht geformt.

Wenn die Braut vor dir tanzt, nimm wahr und fühle, wie ihr heiliges Feuer in dir tanzt, bete zu ihr und kommuniziere mit ihr. Sogern du auch viel sprechen würdest, bleibe in der Stille, höre ihr zu und nimm die Stimme ihrer Weisheit in dir auf. Öffnen ihr ganz und gar dein Herz und deinen Geist, lade sie ein, heisse sie willkommen. Wenn du es möchest, bitte sie, ganz in dein Leben zu kommen und es zu erfüllen. Empfange die Erleuchtung und Lehren, die sie dir gibt, was immer es auch sein möge. Empfange ihren Segen und ihre Gnade, was immer es auch sein möge. Sei ganz wach in der angeborenen Seeligkeit ihrer Gegenwart.

Dann nimm ihren Gesang auf: Kallah Messia (Gesalbte Braut).

Während du singst, stell dir vor, wie die Heilige Braut Segen ausgiesst über dir in Form von Feuer und Licht. Sieh sie um dich herumtanzen, in dir und durch dich hindurchtanzen, dein eigener Körper erfüllt mit Feuer und Licht und deine Aura strahlend mit Feuer und Licht. Vielleicht wird sie dich bitten auch zu tanzen oder sie wird dich bitten still zu bleiben. Wie auch immer, folge der Inspiration des Augenblicks.

Wenn du still wirst nach dem Gesang, stell dir vor, wie die Heilige Braut in dich schlüpft und ganz mit dir verschmilzt. Dein Geist wird ihr weiser Geist, dein Herz ihr flammendes Herz und dein Körper ihr heiliger Körper: sei eins mit der Heiligen Braut. Wisse, dass du ihr gehörst und sie dir für alle Zeit. Wandle in Schönheit und Heiligkeit, wenn du in die Welt hinausgehst. Sieh sie in jedem Wesen und in allen Dingen und in dir!

Setz dich und lass die Energie sich integrieren und erden. Dann bete, dass die Energie und der Segen der Heiligen Braut alle Wesen und die ganze Welt beglücken, und bete für die Gnosis des Zweiten Kommens. Zum Schluss führe das Kabbalistische Kreuz aus.

Das ist eine grundlegende Selbsteinweihung und Meditation mit St. Maria von Magdal, Unserer Dame in Rot. Wenn dir diese Methode zu schwierig oder unklar erscheint, kannst du dir einfach die spirituelle Sonne in deinem Herzen vorstellen. Dann schau, wie das Bild der Heiligen Braut magischerweise erscheint aus einem Lichtstrahl, der von deinem Herzen ausgeht. In diesem Fall tanzt sie nicht wie eine Flamme, sondern ihr Bild schwebt im Raum vor dir an einer Stelle. Am Ende stell dir einfach vor, wie sie sich wieder auflöst und in die sprituelle Sonne in deinem Herzen zurückkehrt. Der Anfang, das Ende sowie der Gesang Kallah Messia bleiben dabei gleich.

Wir beten, dass das feurige Licht der Heiligen Braut von allen, die sie suchen, empfangen wird! Amen.

(Übersetzt aus: Sophia Fellowship, Study and Practice)

Maria Magdalena in der Sophia-Gnostik

Maria Magdalena (ca. 1525)Auf der einen Seite gibt es in der Sophia-Gnostik viele Legenden über Maria Magdalena als Anhängerin von Jesus Christus und ihren Platz in der christlichen Tradition. Auf der anderen Seite verkörpert sie den weiblichen Aspekt des Göttlichen in der Schöpfung, so wie dieser im Hindu Tantra durch Devi in allen ihrem Formen zum Ausdruck kommt. Damit hat sie eine viel umfassendere Rolle, als wäre sie nur die Frau oder Braut Jesus. Eine Weg mit speziellen Meditationstechniken und Kontemplationen in der Sophia-Gnostik ist der des Ordens der Maria Magdalena. Es ist ein Weg der Selbsteinweihung. Er beginnt mit dem Bauen eines Altars zuhause und mit Meditationen, die Maria Magdalena visualisieren. Und er sagt uns viel über die Besonderheit des weiblichen Aspekt des Göttlichen:

„Sie kommt zu allen die sie rufen. Sie ist immer nah und in Erwartung, gerufen zu werden. Niemand benötigt eine Einweihung um sie kennenzulernen, denn sie offenbart sich denen die sie lieben und herbeirufen selbst.“

Die Meditationen aus diesem Orden sind auch als Einzelübungen sehr nützlich.

Der 1. Mai ist in der Sophia-Gnostik der Feiertag Maria Magdalenas. Wenn sich im Sternzeichen Stier der Frühling in seiner vollen Kraft manifestiert, ist uns Maria Magdalena, oder die heilige Braut, am nächsten und wir können aus der Meditation mit ihr die intensivste Kraft schöpfen. Deshalb möchte ich als nächstes hier eine Partzuf-Meditation mit Maria Magdalena vorstellen. Der Begriff Partzuf stammt aus der jüdischen Kabbala und bedeutet soviel wie „Gesichter Gottes“. Ich wünsche euch viel Spaß beim Kennenlernen eines der weiblichen Gesichter Gottes.