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Meditation “Einheit mit der Heiligen Mutter und dem Heiligen Kind”

Boticelli Virgin Teaching ChildDie Sefirah Binah am Lebensbaum wird auch die göttliche Mutter genannt, da aus ihr die gesamte Schöpfung hervorgeht, alles was wir von Gott wissen und erfassen können. Sie arbeitet immer daran, den Messias, die Lichtpräsenz, die in uns verborgen ist, zu gebären und hervorzubringen. Wenn wir den Gesalbten und den Muttergeist (Heiligen Geist) in unser Leben einladen, öffnen wir uns damit der Kraft der Mutter, die ebenso der Vater in der Form der Heiligen Taube ist. Ihre Gnade kommt herab als das Licht von oben und sie erweckt die Kraft des Heiligen Geistes in uns. Es ist die Kraft, die als Schlangenkraft in unserem Wurzelstern ruht. Durch die Gnade des Lebendigen Vaters in unserer göttlichen Mutter, wird der Messias in uns empfangen und geboren. Dann dämmert die spirituelle Sonne in unseren Herzen und unserem Geist. Wir werden vom heiligen Geist erhellt.

In der Meditation mit der Heiligen Mutter und dem Heiligen Kind versuchen wir, der Mutter näher zu kommen, so dass sie die spirituelle Sonne in uns gebiert. Es ist eine Übung, durch die man sich der Mutterkraft öffnen kann.

Die Meditation

Beginne mit der ursprünglichen Meditation, indem du dir die Heilige Jungfrau als die Natur und den Grund des Bewußtseins (Ain; das Nichtgegenständliche, aus dem alles hervorgeht) deutlich machst. Bleibe einige Zeit in dieser heiligen Aufmerksamkeit.

Dann stelle dir die goldene Kugel der spirituellen Sonne in und hinter deinem Herzen vor. Stelle dir vor, dass dich eine Sphäre aus goldenem Licht umgibt, als wärst du ein Lichtkind im Schoß der Heiligen Mutter. Dieses Bild im Geist haltend, bete:

Gegrüßt seist du, Miriam, voll der Gnade, Yahweh ist mit dir;

Gesegnet bist du unter den Frauen,

Und gesegnet ist die Frucht deines Leibes, Yeshua.

Heilige Miriam, Mutter des Messias,

Salbe uns jetzt und in der Stunde unseres Todes, Amen.

(Wiederhole dies wenigstens sieben Mal.)

Wenn dein Gebet vollendet ist, stelle dir vor, wie ein Lichtstrahl aus der spirituellen Sonne in dir hervorschießt. In ihm erscheint magischerweise vor dir die Heilige Mutter mit dem Heiligen Kind in ihren Armen.

Das Meditationsbild

Die Heilige Mutter ist eine junge Frau mit einem schönen, freudvollen und sanften Antlitz. Ihre Kleider sind rot mit goldenen Rändern. Sie trägt einen roten Schleier und eine Aura goldenen Lichts umgibt sie. In ihren Armen hält sie das Heilige Kind, dass in gold gekleidet ist. Die innere Robe des Kindes ist weiss mit heiligen, in rot gestickten Symbolen. Die Heilige Mutter stützt ihr Kind mit der linken Hand. Mit der rechten Hand hält sie seine Hand fest. Das Heilige Kind ist wunderschön und strahlt in Herrlichkeit. Es hat eine strahlend weisse Aura und ist von den Regenbogenfarben umgeben. (Das Bild der Mutter und des Kindes ist aus durchsichtigem Licht, wie ein Regenbogen am Himmel. Es schwebt im Raum vor dir. Ihre Füße berühren den Boden nicht.)

Während du dir die Mutter und das Kind vorstellst, kannst du, wenn es für dich im Moment stimmig ist, den Lobgesang Marias aus dem Evangelium des Lukas beten (1:46-55)

“46 Maria aber sprach: »Mein Herz preist den Herrn,

47 alles in mir jubelt vor Freude über Gott, meinen Retter!

48 Ich bin nur seine geringste Dienerin, und doch hat er sich mir zugewandt. Jetzt werden die Menschen mich glücklich preisen in allen kommenden Generationen;

49 denn Gott hat Großes an mir getan, er, der mächtig und heilig ist.

50 Sein Erbarmen hört niemals auf; er schenkt es allen, die ihn ehren, von einer Generation zur andern.

51 Jetzt hebt er seinen gewaltigen Arm und fegt die Stolzen weg samt ihren Plänen.

52 Jetzt stürzt er die Mächtigen vom Thron und richtet die Unterdrückten auf.

53 Den Hungernden gibt er reichlich zu essen und schickt die Reichen mit leeren Händen fort.

54 Er hat an seinen Diener Israel gedacht und sich über sein Volk erbarmt.

55 Wie er es unsern Vorfahren versprochen hatte, Abraham und seinen Nachkommen für alle Zeiten.“

Halte das Bild der Heiligen Mutter und des Kindes in deinem Geiste und bete zu ihr geleitet von deinem Herzen. Bringe dich ihr dar. Bete, das sie empfangen möge und den Messias und den Heiligen Geist in dir gebären möge. (Du kannst dich auch mit der Heiligen Mutter und dem Kind in der Stille deines Herzens verbinden. Dabei halte die bewußte Absicht im Geiste, dich der Mutterkraft zu öffenen. Folge einfach der Inspiration des Augenblicks).

Wenn der Gebetszyklus vollständig ist, beginne den Chant: Adonai Yeshua Messia (Herr Jesus Christus). Während du chantest, stelle dir vor, dass das Heilige Kind in den Armen der Jungfrau heller und heller wird. Ströme des Lichts fließen von seinem Körper der Herrlichkeit und segnen dich. Sieh die Heilige Mutter dir zulächeln. Ihre Liebe überströmt dich als Licht des Messias. Das Licht in dir und um dich herum wird heller und heller während du die segensvollen Lichterscheinungen vom Kind der Mutter empfängst. Wenn du zum Ende des Chants kommst, sieh wie das Kind zu einem reinen weissen Strahlen wird. Sieh wie dieses Licht wie eine Sternschnuppe emporschießt und eine Sphäre aus weissem Licht über deinem Kopft formt.

Nimm den Chant Ah-Yah-Ha-Vah auf und stell dir vor, wie das weisse Licht herabfließt durch deinen Kopf in die spirituelle Sonne in deinem Herzen. Spüre, wie du erfüllt wirst vom Gesalbten und vom Heiligen Geist, von der Liebe und vom Mitgefühl des Messias.

Wenn du das Licht von oben empfangen hast, das Heilige Kind, und du dir selbst als heiliges Kind bewußt bist, wende deine Aufmerksamkeit wieder der Jungfrau-Mutter zu. Preise und danke Gott für die göttliche Gnade, die in der Heiligen Mutter und dem Kind offenbar geworden ist. Nimm den Chant der Mutter auf: Imma Miriam Ha-Elohim (Mutter Miriam, Tochter Elohims). Während du chantest, stell dir vor, wie sie immer heller und heller wird und Lichtströme von ihrem Körper der Herrlickeit fließen und dich segnen. Am Ende des Chants, sieh wie ihr Bild zu fließendem Licht wird. Stell dir vor, wie dieses Licht in die spirituelle Sonne in deinem Herzen fließt. Wenn der große Segen der Heiligen Mutter in dein Herz eintritt, sieh Regenbogenstrahlen von deinem Herzen und deinem ganzen Körper ausgehen. Bleibe in der Aufmerksamkeit der Verschmelzung deines Geistes, deines Herzens und Körpers mit der Heiligen Mutter und dem Kind.

Bleibe in dieser Verbindung so lange du kannst.

Wenn du in die Welt gehst, lasse alles, was erscheint, der Lichtpalast sein, in dem die Heilige Mutter wohnt, als wäre alles der Körper ihrer Herrlichkeit. Höre alle Geräusche als ihre Stimme, die lebendige Welt Gottes. Empfange alle Gedanken und Gefühle, die im Geist und Herzen aufsteigen, als spontane Äußerung ihrer angeborenen Weisheit, der Weisheit Gottes. Amen.

(Übersetzt von der Website der Sophia-Fellowship / Study and Practice)

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Partzuf-Meditation: Vereinigung mit dem lebendigen Yeshua (Jesus)

Einführung
Im Thomasevangelium erscheint der Name der “Lebendige Yeshua”: “ Dies sind die geheimen Worte, die der lebendige Yeshua sprach und die Didymos Judas Thomas niederschrieb.” (Vers 1). In der Christlichen Gnostik ist der Name Lebendiger Yeshua sehr genau bezeichnet. Er bedeutet “der aufgestiegene Christus” oder “der aufgestiege Retter” und weist auf die inneren und geheimen Lehren sowie die entsprechenden Einweihungen, die Herr Yeshua an seine Jünger nach der Auferstehung weitergab.

Hierin spiegelt sich eine wesentlicher Unterschied zwischen orthodoxen Formen des Christentums und dem gnostischen Christentum wieder. Die Orthodoxie ist hauptsächlich auf die äußeren und öffentlichen Lehren gerichtet, die Yeshua vor der Kreuzigung lehrte, während sich die christliche Gnostik auf die inneren und geheimen Lehren gründet, die Meister Yeshua nach der Auferstehung weitergab – die geheimen Lehren des lebendigen Yeshua. Dass das Thomasevangelium in diese Weise beginnt, deuet an, das seine Verse vom aufgestiegenen Christus kommen.

Die meisten christlichen Gnostiker legen nicht in gleicher Weise Wert auf die Lehren des heiligen Paulus, wie orthodoxe Christen dies tun. Schließlich ist Paul nach seinen eigenen Worten der “geringste der Apostel”. Jedoch ist für Gnostiker die Bekehrung Saulus zum heiligen Paulus von Bedeutung, denn seine Bekehrung findet durch den lebendigen Yeshua oder aufgestiegenen Christus in einer spirituellen und mystischen Vision statt (s. Apostelgeschichte, Kap. 9). Nicht nur fand seine Metanoia (spirituelle Wandlung) durch mystischen Kontakt mit dem lebendigen Yeshua in einer Vision statt. Auch die Jünger, die ihn empfingen, erlebten den lebendigen Yeshua in einer Vision. Er beauftragte sie, Paul von seiner Blindheit zu heilen und ihn in ihren Kreis aufzunehmen.

Die orthodoxe Kirche spricht von solchen Ereignissen nur in der Vergangenheit und bringt eine vergebliche “apostolische Nachfolge” hervor, die völlig getrennt ist von der direkten Erfahrung des lebendigen Yeshua. Ein blinder Glauben führt die Blinden, und Unwissenheit lehrt die Unwissenden. Das Prinzip der apostolischen Folge und die Lichtübertragung, die in ihr weitergegeben wird, bedeuten für den gnostischen Christen etwas ganz anderes.

Denn der Gnostiker weiss, dass die Christpräsenz in ihm oder ihr existiert. Er weiss, dass die direkte Erfahrung des lebendigen Yeshua jedem offensteht, der danach strebt, den Gesalbten zu empfangen. Somit ist wahre Gnosis, Gnosis und Gemeinschaft mit dem lebendigen Yeshua, nicht auf die Vergangenheit beschränkt. Sie ist eine in der Gegenwart andauernde Erfahrung für den Gnostiker. Die direkte spirituelle oder mystische Erfahrung des lebendigen Yeshua ist die Grundlage der christlichen Gnosis und der wahren apostolischen Folge.

Vor allem wegen dieses Glaubens wurden Gnostiker als Häretiker gebrandmarkt, denn sie wissen, dass der lebendige Yeshua und der heilige Geist über alle von Menschen geschaffenen religiösen Institutionen hinausgehen. Sie wissen, dass die apostolische Nachfolge nicht von der Verbindung mit einer externen Kirche abhängt, dass jeder, der mit dem lebendigen Yeshua, dem aufgestiegenen Christus, in Verbindung treten möchte, dies tun kann. Jeder kann die Lehren und die Lichtübertragung direkt vom Gesalbten empfangen.

Spirituelle Lehrer und die Jüngerschaft werden unter den meisten christlichen Gnostikern hoch geschätzt. Speziell dienen sie dem Zweck der Führung auf dem Weg zur Sebsterkenntnis und lehren den Interessierten, wie man in die Gnosis und Gemeinschaft mit dem lebendigen Yeshua direkt eintritt sowie in die Gemeinschaft mit der strahlenden Versammlung der Tzaddikim (Lehrer) und Maggidim (Lehrer und Engel). Das ist die wesentliche Absicht des gnostischen Christentums.

Aus diesem Grunde haben gnostische Kirchenälteste (Adepten) und Tau (Meister) Partzuf-Meditationen entwickelt. Sie sind eine Methode, sich mit göttlichen Personifikationen zu vereinigen, um den Interessierten zu lehren, wie man direkten Kontakt mit dem lebendigen Yeshua herbeiführt und erfährt. Einerseits ist es eine Übung für die Wahrheit und das Licht in einem selbst und eine Erinnerung an sie. Andererseits ist es eine Möglichkeit, den Gesalbten für sich selbst zu erfahren. Es ist ein Weg der Gnosis.

Im der Gnostik wird gelehrt, dass die Auferstehung vor allem ein spirituelles Ereignis ist, das nicht mit dem physischen Auge wahrgenommen wird, sondern mit dem spirituellen Auge. Die Geschichte des heiligen Paulus spiegelt das sehr gut wider. Während sich sein spirituelles Auge öffnet, durchlebt er eine physische Blindheit. Dies ist symbolisch für die Notwendigkeit auf einer anderen Ebene durch die inneren Sinne sehen, hören, riechen, fühlen und berühren zu lernen.

Die Methoden der spirituellen Übungen und der Meditationen in der Gnostik wurden speziell ausgebildet, um das Öffnen der inneren Sinne zu unterstützen, durch die man direkte Unterweisungen durch den aufgestiegenen Christus und heiligen Geist erfahren kann. Partzuf-Meditationen sollen genau das bewirken: unsere inneren Sinne öffnen und den Lichtkörper (einen feineren Bewußtseinskörper) entwickeln.

Partzuf-Meditationen habe jedoch auch noch einen anderen Zweck: die Entwicklung von “heiligem Stolz”. Im wesentlichen ist damit die Auflösung der Selbstidentifikation mit unserem begrenzten Namen und unserer Form gemeint. An ihre Stelle tritt die Entwicklung einer neuen Selbstidentifikation mit dem voll entwickelten und verwirklichten Wesen, dem inneren Christus.

Weil dies die Wahrheit unseres innersten Wesens ist, die Lichtseele in uns, bringen wir durch die Meditationsübung auf natürliche und spontane Weise die Lichtpräsenz aus uns hervor. In Verbindung mit spiritueller Bescheidenheit steht die Pflege des heiligen Stolzes im Mittelpunkt des Weges unserer Tradition. Spirituelle Bescheidenheit oder spirituelle Demut ist der Zustand des Leerseins von uns selbst und gleichzeit völlig offen und feinfühlig seins für den heiligen Geist. Deshalb kennt typischerweise jeder Sophia-Gnostiker wenigstens eine Form der Vereinigung mit einem Partzuf.

Das grundlegende Ziel in allen Partzuf-Meditationen ist, eine bewußte Vereinigung mit dem Partzuf zu erfahren und ihn im eigenen Leben zu verkörpern. Im Grunde hat man zum Ziel, seinen Geist, sein Herz und sein Leben mit der Lichtpräsenz zu vereinigen, die vom ausgewählten Partzuf verkörpert wird sowie diese Lichtpräsenz so vollständig wie möglich zu leben.

Diese Idee spiegelt sich im Namen Didymos Judas Thomas, was wörtlich “Zwilling” Judas Thomas bedeutet – der”Zwilling des lebendigen Yeshua.” Durch Partzuf-Meditationen werden wir ebenfalls zu Zwilligen der Lichtpräsenz. Partzuf-Meditationen sind sehr kraftvolle Übungen, die beim Erwerb geheimen Wissens, mystischer Erfahrungen und verschiedener Wunder helfen.

Im folgenden beschreiben wir hier die Partzuf-Meditation “Vereinigung mit dem lebendigen Yeshua”, aber im Blog und auf der Website der Sophia Fellowship finden sich weitere Meditationen: mit der heiligen Mutter, Maria Magdalena, Johannes dem Täufer und dem heiligen Lazarus. Jede von ihnen repräsentiert ein Gesicht des Geliebten – der Christpräsenz. Die Meditation lebendiger Yeshua ist wahrscheinlich die am meisten verbreitete unter gnostischen Christen. Aber auch Meditationen mit der heiligen Mutter und der heiligen Braut (Maria Magdalena) sind sehr üblich.

Die Meditation
Setze dich an einen Ort, wo du nicht gestört wirst und komme zur Ruhe. Führe das Kabbalistische Kreuz aus und verweile in der ursprünglichen Meditation. Lass dein Herz an den Platz zurückkehren (den aktuellen Moment). Dies ist die Grundlage aller guten Dinge.

Wende deine Aufmerksamkeit von diesem ursprünglichen Ort zum Bild der spirituellen Sonne in deinem Herzen. Stell dir vor, dass die spirituelle Sonne in dir scheint und deinen gesamten Körper und Geist erleuchtet. Wende deinen Geist und dein Herz dem lebendigen Yeshua zu. Bete, dass der Gesalbte zu dir kommt und bei dir verweilt. Dann stell dir vor, dass ein Lichtstrahl von deinem Herzen ausgeht. Er entspringt deinem Herzen so plötzlich wie eine Sternschnuppe. Durch ihn entsteht das Bild des lebendigen Yeshua magisch im Raum vor dir. Es ist ein Bild von strahlender und lichtdurchlässiger Herrlichkeit. (Das göttliche Bild sieht aus, als wäre es auch durchsichtigem Licht geformt, wie ein Regenbogen, der leuchtend und deutlich sichtbar ist, durch den man aber hindurchsehen kann.)

Das Meditationsbild: Der aufgestiegene Eine erscheint so, als wäre sein Körper aus Sonnenlicht gemacht. Er trägt eine innere Robe aus weißer Helligkeit und eine äußere Robe in Violett oder Amethyst. Sein fester Blick ist intensiv und zugleich zutiefst liebevoll. Er ist eingehüllt in eine große Regenbogen-Aura. Dabei ist der rote Streifen seinem Körper am nächsten und der violette Streifen am äußersten Rand. Er scheint mit seinen Füßen nicht auf dem Boden zu stehen, sondern schwebt im Raum vor dir als würde er in der Luft stehen.

Öffne deinen Geist und dein Herz dem heiligen Einen völlig und bete zum Gesalbten. Ebensosehr, wie du deine Gebete sprichst, werde ein Schoß der Stille, höre und verstehe das Wort der Lebenskraft, dass er zu dir spricht. Hege Gnosis und Gemeinschaft mit dem auferstandenen Christus. Während dessen halte die Visualisation so deutlich wie möglich. Schaue sie nicht nur, sondern fühle die Wärme und Schwingung, die Liebe und das Mitgefühl, das Verständnis und die Akzeptanz durch den Herrn. Wenn du empfindest, dass dein Gebet und deine Gemeinschaft mit dem Gesalbten vollständig sind, beginne mit seinem Chant:

Der einfachste Chant ist der gesegnete Name des Gesalbten: Yeshua. Alternativ kannst du Adonai Yeshua, Yeshua Messia oder Hayyah (der lebendige) Messia anstimmen. Der üblichste Chant für diese Übung ist Adonai Yeshua, Yeshua Messia.

Während du den Namen des Gesalbten chantest, stell dir vor, dass er deine Gebete und Bitten erfüllt. Dabei lächelt er dich an und schickt Lichtströme von seinem Körper und seiner Aura. Gnade und Segen ergießen sich über dich und ermächtigen dich in der großen Arbeit. Sieh deinen eigenen Körper und Geist heller und heller scheinen. Sieh, wie deine eigene Aura in die Herrlichkeit des Regenbogens verwandelt wird.

Wenn du zum Ende des Chants kommst, stell dir vor, wie sich das göttliche Bild auflöst in fließendes Licht. Stell dir vor, wie dieses Licht in die spirituelle Sonne in deinem Herzen zurückfließt. Erkenne in der Stille Christus als deine ureigene Seele. Lass deinen Geist mit dem Geist Christus verschmelzen. Lass dein Herz mit dem heiligen Herzen von Christus verschmelzen. Lass deinen Körper mit dem mystischen Körper von Christus verschmelzen.

Bleibe in dieser Vereinigung so lange du kannst, ob es nun ein Moment ist oder eine längere Zeitspanne. Wenn sich dein Geist und dein Herz regen, beende die Meditation mit Dank und Lobpreisung. Dehne mit einem Gebet das Licht des großen Seth (Kreuz) auf alle Wesen aus und führe das Kabbalistische Kreuz aus.

Lass die Energie zur Ruhe und zum Ausgleich kommen und erde dich einige Minuten, bevor du aufstehst. Wenn du in die Welt hinaus gehst, betrachte alles, was du siehst, als die Lichtheimstatt und den Körper des Gesalbten. Höre jedes Geräusch als das Wort des heiligen Einen. Empfange jeden Gedanken und jede Emotion, die in deinem Geist aufsteigen, als die angeborene Weisheit Christus. Übe in dieser Weise das heilige Siegel der Vereinigung den Tag hindurch. Lebe als Christusträger. Dies ist die grundlegende Meditation der Vereinigung mit dem lebendigen Yeshua, dem aufgestiegenen Christus.

Die Methode des Öffnens der inneren Sterne
Dies ist eine Erweiterung der gleichen Meditationsübung. Bei dieser Methode stellt sich der Eingeweihte die sieben inneren Sterne im göttlichen Bild Yeshuas vor, vom Kronenstern bis zum Wurzelstern (mit den Farben des Regenbogenspektrums, Krone = violett, Braue = königsblau, Hals = hellblau, Herz = grün, Solarplexus = gelb, Nabel = orange, Wurzel = rot) und einen transzendenten Stern von diamantenem Strahlen über dem Kopf des Herrn.

Während man sich die Ausdehnung des Segens beim Chanten des gesegneten Namens vorstellt, stellt man sich gleichzeitig vor, wie ein Strahl von juwelenfarbenem Licht von jedem inneren Stern ausgeht. Dieser Strahl, der vom Körper des Gesalbten ausgeht, scheint auf die inneren Sterne in unserem eigenen Körper und öffnet diese.

(Eine andere Methode besteht in der Vorstellung, dass ein intensiver Lichtstrahl vom transzendenten Stern über dem Kopf des Herrn ausgeht und auf den transzendenten Stern über dem eigenen Kopf trifft. Dadurch scheinen im eigenen Körper spontan die sieben inneren Sterne als die Regenbogen-Herrlichkeit des transzendenten Sterns auf.) Die gesamte Übung ist abgesehen von diesen Details der Visualisation exakt gleich. Diese Methode ist noch immer eine Grundübung. Fortgeschrittene Übungen werden von dieser Grundlage ausgehend in der Tradition gelehrt. Dafür ist jedoch die besondere Anleitung und Einweihung durch einen Ältesten oder Tau erforderlich.

Die grundlegende Methode der Bewußtseinsübertragung
Diese Methode ist ebenso grundlegend die gleiche. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der Eingeweihte sich am Ende der Meditation vorstellt, dass sein Körper und Geist sich in der spirituellen Sonne verdichten und in fließendes Licht auflösen. Diese Licht schießt dann in das heilige Herz des göttlichen Bildes. In dieser Weise verlagert der Eingeweihte das Zentrum seines Bewußtseins in den Lichtkörper oder das göttliche Bild.

Dies ist eine Übung für das Bewußtsein außerhalb des Körpers und für bewußtes Sterben. Typischerweise ist eine besondere Anleitung verbunden mit einer Einweihung oder Ermächtigung notwendig für alle Formen der Bewußtseinsübertragung. Jedoch ist die vorgestellte Methode grundlegend und kann sich bei einem aufrichtig Übenden als produktiv erweisen, wenn er das Wissen und einige Erfahrung mit der Meditation der Vereinigung mit dem lebendigen Yeshua hat. Als diesem Grunde bieten wir die Methode hier relativ öffentlich dar.

Wir beten, dass alle, die die Gnosis des lebendigen Yeshua suchen, diese empfangen! Wir beten, dass das Licht des großen Seth alle erleuchten möge! Amen.

[Übersetzt aus: Forum der Sophia Fellowship, Foundation Practices]

Geben- und Empfangen-Meditation für Andere

Bevor ihr mit dieser Übung beginnt, lest bitte erst die Vorübung, die ihr auch hier im Blog  bei den Meditationen findet.

Beginne wie bei der Methode für dich selbst, aber anstatt des Schattenbildes von dir selbst, stell dir jemanden vor, den du kennst und der leidet oder Schmerzen hat. Stell dir die spirituelle Sonne in deinem Herzen vor und sieh deinen ganzen Körper von der Lichtpräsenz erfüllt. Mit dem Einatmen, atme das Leiden und den Schmerz der Person als schwarzen oder braunen Rauch ein, alle Negativität und Dunkelkeit, die sie oder ihn plagen und sieh wie er von der spirituellen Sonne in Licht verwandelt wird. Mit dem Ausatmen, atme das Licht auf die Person aus. Indem du den strahlenden, heiligen Atem fortführst, wie bei der Geben- und Empfangen-Meditation mit dir selbst, stell dir vor, wie die Person nach und nach immer mehr von selbst leuchtet bis sie von weißem Licht erfüllt ist.

Wenn die Person geheilt, in ihrer Ganzheit wieder hergestellt und mit Licht erfüllt ist in deiner Visualisierung, vertraue darauf, dass er oder sie gesund und glücklich sind, vollkommen befreit von der Ursache des Leidens und Schmerzes. Stell dir nun vor, dass die Person mit dir Licht austauscht, dass das Licht immer weiter zunimmt bis es die ganze Umgebung ausfüllt. Dann stell dir vor, wie die Person in der Gesellschaft lichter Wesen ihrer Wege geht. Beende deine Übung mit der Ausdehnung des Lichtes des Kreuzes auf alle Wesen und führe das kabbalistische Kreuz aus.

Durch diese Übung sind schon viele Personen von ihrer Gebundenheit an ungesunde spirituelle Kräfte und Unglück befreit worden. Viele wurden körperlich, psychisch und spirituell geheilt. Einige haben sogar göttliche Erleuchtung erlangt.

Das innerste Wesen der Geben- und Empfangen-Meditation wird im Mysterienspiel des Evangeliums durch die Kreuzigung repräsentiert: Sie stellt den aufrichtigen Wunsch dar, das Leid und Leiden anderer auf sich zu nehmen und anderen die eigene Freude zu geben, Licht und Leben. Es ist ein Tausch der eigenen Freude gegen das Leid der anderen. Im Johannes-Evangelium (15:12-13) spricht unser Herr Yeshua davon, wenn er sagt: “Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.” Wenn wir verstehen, dass Freunde, Fremde und Feinde in der Christ-Präsenz gleich sind, dass alle Wesen unsere Verwandeten und unsere Freunde in Christus sind, ist das Ziel unsere Liebe und unser Mitgefühl für alle Wesen.

Wenn der Übende sich mit den wesentlichen Methoden der Geben- und Empfangen-Meditation vertraut gemacht hat, ist er oder sie gut vorbereitet für die vollständige Geben- und Empfangen-Meditation.

(Übersetzt von der Website der Ecclesia Pistis Sophia – Study & Practice)

Ursprüngliche Meditation

Es gibt viele verschiedene Zustände der Meditation, die alle verschiedene Ebenen von Kavvanah = Konzentration und Devekut = Hingabe widerspiegeln. Auf einer grundlegenden Ebene aber ist Meditation ein Zustand der Aufmerksamkeit und Wachsamkeit, in dem man sich völlig dessen bewußt ist, was im eigenen Bewußtsein und der Umgebung vor sich geht. Im Grunde ist Meditation ein Zustand, in dem man völlig wachsam und gleichzeitig völlig entspannt ist sowie eine friedliche Geräumigkeit erfährt.

In der Sophia-Tradition ist die Übung der Aufmerksamkeit nicht auf formale Sitzungen von Meditationsübungen im Sitzen begrenzt, sondern sie ist in die täglichen Aktivitäten integriert. Ebenso wie spirituelle Übungen in formalen Sitzungen, die man typischerweise mit Gebet, Meditation und heiligem Ritual in Verbindung bringt, versucht der Sophia-Gnostiker Aufmerksamkeit während des ganzen Tages zu kultivieren. Letztlich sucht er eine nahtlose Vereinigung zwischen spiritueller Übung und täglichem Leben. Dies führt zur Entwicklung höherer Bewußtseinszustände und wirklicher Selbsterkenntnis. Jede Aktivität kann eine Übung der Aufmerksamkeit sein. Verbunden mit der ursprünglichen Meditation wird die Güte in einem natürlicherweise hervorscheinen.

In unserem alltäglichen Zustand neigt unser Bewußtsein zur Zersplitterung und der Geist wird zertreut. Ebenso ist unsere Verlangensenergie unkoordiniert und infolgedessen ist unsere Manifestierungsenergie stark begrenzt. Die Übung der Aufmerksamkeit bringt die Fragmente des Bewußtseins natürlicherweise zusammen in einem integrierten Ganzen und führt zu einem Zustand der gerichteten Aufmerksamkeit, der uns erlaubt, unsere Verlangensenergie bewußt zu lenken. Dies führt zu einer Erfahrung größeren Friedens und größerer Freude, macht uns effektiver bei allem, was wir tun, bringt einen Zustand der Klarheit und ermächtigt uns, unsere Verlangensenergie bewußt zu lenken als Manifestierungskraft. Somit unterstützt sie unser Wohlergehen, unseren Erfolg, unsere Gesundheit und unser Glück.

Allgemein gesprochen neigen wir dazu, uns mit verschiedenen Stimmungen und Gemütszuständen, die in unserem Bewußtsein auftauchen, zu identifizieren. Wir klammern uns an Fragmente unseres Bewußtseins und denken “das bin ich” oder “so bin ich”. Durch die Übung der Aufmerksamkeit und durch die ursprüngliche Meditation jedoch lernen wir, eine geräumigere und panoramaartige Sicht zu kultivieren. Dadurch, dass wir die einzelnen Teile loslassen, werden wir uns des Ganzen bewußt. Somit werden wir uns des Lichts und der Dunkelheit in uns bewußt und erkennen, dass wir das Licht und die Dunkelheit transzendieren in der heiligen Einheit unseres wahren Wesens. Im Grunde werden wir authentische Einzelwesen und erfahren Tikkun, Heilung, unseres Seelenwesens.

Wenn du Zeiten untersuchst, in denen du schlecht gehandelt hast und anderen Leid zugefügt hast, wirst du entdecken, dass du nicht als du selbst gehandelt hast, sondern von Negativität getrieben wurdest, einer Neigung zur Gewalt und zu stürmischen Emotionen. Im Grunde hast du dich in solchen Momenten mit den Stimmungen und Gemütszuständen deines Oberflächenbewußtseins indentifiziert. Du hast die Verbindung zum tieferen Teil deines Selbst verloren, deiner angeborenen Güte. Durch die Übung der Aufmerksamkeit und die ursprüngliche Meditation lernen wir Negativität, Agression und aufgewühlte Emotionen zu zertreuen. Anstatt uns mit ihnen zu identifizieren, sie zu unterdrücken oder ihnen nachzugeben, lernen wir, sie in das Licht der Aufmerksamkeit zu bringen mit Akzeptanz, Großzügigkeit und Güte. So befreien wir die in ihnen gebundene Energie. Das erhebt unser Bewußtsein natürlicherweise und gibt uns mehr Energie zum Leben. Im Grunde wachen wir auf und werden lebendig.

Wenn man die ursprüngliche Meditation übt und sich dem Geist gegenüber öffnet, erfährt man allmählich größere Freiheit von Negativität und inneren Konflikten sowie Ganzheit und Wohlbefinden. Man fühlt sich wohl in seiner eigenen Haut.

Ursprüngliche Meditation mit dem Atem

Diese Methode ist die älteste und findet sich in vielen esoterischen Schulen. Im Grunde erlaubst du deinem Körper, seinen eigenen natürlichen Atemrhythmus zu finden und lässt deine Aufmerksamkeit behutsam auf dem Atem ruhen. Dabei verwendest du das Atmen als Mittel der Präsenz und Aufmerksamkeit.

Als Gott die Menschen geformt hatte, atmete er, Genesis zufolge, die lebendige Seele in den ersten Menschen, der Mann und Frau zugleich war. Alle Wörter für die Teile der Seele in der Kabbala bedeuten “Luft”, “Wind” oder “Atem”, mit Ausnahme von Yechida, was “göttlicher Funke” bedeutet. Somit gibt es eine sehr enge Verbindung zwischen dem Atem und der Kraft unserer Seele. In fortgeschrittenen Übungen entdecken Eingeweihte einen Strahlenden Heiligen Atem in und hinter dem alltäglichen Atem und eine Reihe von Lichtatem, die den Feinkörper unseres Bewußtseins versorgen. Ruach, ein Wort für den prinzipiellen Aspekt unserer Seele in unserer Erfahrung und ebenso ein Wort für den Geist Gottes, den Heiligen Geist, bedeutet wörtlich “Atem”. In Verbindung mit diesen Vorstellungen wirst du dich vielleicht an die Lichtübertragung durch den auferstandenen Christus auf seine Jünger erinnern, über die geschrieben steht: “Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.” (Johannes-Evangelium 20:22-23)

In unserem Atem ist Kraft und durch ihn sind wir verbunden mit allem, was lebt und mit dem Geist Gottes. In vielen christlich-gnostischen Übungen wird der Atem das Mittel der Licht-Präsenz und der direkte Ausdruck der Kraft unserer überirdischen Seele. Somit kann die ursprüngliche Meditation mit dem Atem als unserem Fokus die Erleuchtungserfahrung unterstützen und die Kraft der Lichtseele in uns aktivieren, und damit seelische und spirituelle Gaben.

Wenn du diese Methode bei der Meditation verwendest, atme natürlich und gleichmäßig ein und aus, so wie du es gewöhnlich tust. Fokussiere deine Aufmerksamkeit sehr behutsam auf die Ausatmung. Wenn du ausatmest, fließe heraus mit dem Atem. Jedesmal, wenn du einatmest, lasse alles los und lasse alles ruhen. Stelle dir vor, dass dein Atem sich am Ende des Ausatmens in die unendliche Geräumigkeit der Wahrheit auflöst. Am Ende jeder Ausatmung, vor dem nächsten Einatmen, wirst du eine Lücke finden. Lasse los und geh in diese Lücke hinein, denn in der Lücke ist der Ort des reinen und uranfänglichen Seins. Er wird vollkommene Ruhe genannt.

Was auch immer für Gedanken und Emotionen aufsteigen, klammere dich nicht an sie, aber verdränge sie auch nicht. Lass sie einfach in Ruhe, lass sie natürlich aufsteigen und dahingehen, ohne etwas mit ihnen zu tun oder ein Urteil zu fällen. Wenn du bemerkst, dass du abgelenkt bist oder dich mit aufsteigenden Gedanken und Emotionen identifiziert hast, oder dich beim tagträumen wiederfindest, führe deine Aufmerksamkeit einfach wieder zum Atem zurück und mache weiter. Wenn der Geist in die Lücke eintritt und der natürliche Zustand dämmert, höre auf mit der Übung und bleibe nur in der Stille. Wenn der Geist oder das Herz sich regt, kehre zurück zur Übung. So einfach ist es.

Fokussiere dich nicht zu sehr auf den Atem, sondern nur leicht. Richte prinzipiell nur ein Viertel deiner Aufmerksamkeit auf den Atem, und lass die anderen drei Viertel ungebunden in einem stillen und geräumigen Zustand entspannter Aufmerksamkeit. In diesem Zustand ist man sich im wesentlichen seiner selbst bewußt und der Dinge, die im eigenen Bewußtsein und der Umgebung geschehen.

Statt den Atem zu beobachten, als wäre man von ihm getrennt, erlaube dir mehr und mehr, dich mit deinem Atem zu identifizieren, als würdest du zu deinem Atem werden. Atme, und lass den Atem und den, der atmet, allmählich miteinander verschmelzen auf natürliche Weise ohne unnötige Kraft.

Bei dieser Übung wirst du bemerken, dass die Präsenz der Aufmerksamkeit wächst. Du wirst erfahen, dass der Geist stiller und stiller wird und das vital-emotionale Wesen sich mehr und mehr beruhigt. Es ist, als würde man die Schlangenhaut abstreifen und ein Körper aus klarem oder transparentem Licht werden. In dieser Weise wird man befreit!

(Übersetzt von der Website der Ecclesia Pistis Sophia)

Heilmeditation mit Yeshua (Jesus)

Diese Meditation wird durchgeführt, um Heilenergie zu empfangen oder auf Andere zu übertragen. Im Allgemeinen stellen wir uns Heilenergie als goldenes Licht vor, entsprechend der spirituellen Sonne oder der Sefirah Tiferet, die die Quelle aller Heilung ist. Bei fortgeschrittenen Heilübungen werden jedoch auch unterschiedliche Farben verwendet, die mit dem Wesen der Krankheit oder des Unbehagens korrespondieren, und die der Sefirah entsprechen, in der die subtile Ursache liegt. Das Bild Yeshuas, dass du dir bei dieser Übung vorstellst, ist dichter und materieller, weil die Methode Heilung im physischen Körper zum Ziel hat. Diese Übung ist für jeden nützlich, der sie ausprobieren möchte und erfordert keine Vorkenntnisse.

– Bete zum Herrn um Heilung. Während du betest, stell dir vor, wie das Bild Yeshuas als Heiler magisch im Raum vor dir erscheint. Er trägt eine weisse Robe von weicher, elfenbeinfarbener Schattierung. Sein Kopf ist in einen Schal aus dem gleichen Stoff in der gleichen Farbe gehüllt. Er hat einen olivefarbenen Teint und tiefe braune Augen, die mit Liebe und Mitgefühl gefüllt sind. Sein Lächeln ist subtil und beruhigend. Seine Präsenz erfüllt dich mit Glauben und Vertrauen. Ein dezentes goldenes Licht umgibt ihn, und eine engelsgleiche Ausstrahlung geht von ihm aus.

– Chante den Namen des Heilers – Ah Da Na Ya Yeshua, Adonai Raphael (Herr Yeshua, Herr Heilkraft Gottes). Während du chantest, stell dir vor, dass das goldene Licht, das den Herrn umgibt, stärker und heller wird. Wenn du zum Ende des Chants kommst, stelle dir die Hände des Herrn aus Licht vor. Sieh, wie er zu dir kommt und seine Hände auf dich legt. Stell dir vor, dass er mit seinen Händen in deinen Körper eintaucht und deinen Schmerz berühert. Sein Licht fließt zur Ursache des Schmerzes. Der Ort des Schmerzes in deinem Körper ist dunkel und der Herr füllt ihn mit goldenem Licht und heilt dich. Wenn er seine Heilkraft mit dir geteilt hat und seine Hände von dir entfernt, lausche seinem Wort in deinem Inneren. Höre, was dir die göttliche Präsenz zu tun aufträgt oder welchen Segen sie dir übermittelt. Oft erfährt man in diesem Moment Worte der Weisheit oder eine Botschaft. Dann stell dir vor, dass der Herr sich magisch entfernt, so wie er erschienen ist. Danke und preise Gott für die göttliche Inkarnation und die Heilkraft.

– In der selben Art kannst du eine Heilmeditation für Andere durchführen. Stell dir einfach vor, wie der Meister seine Hände auf die zu heilende Person legt. Wenn eine Person dem gegenüber offen ist, ist es am Besten die Übung mit ihnen durchzuführen und dabei mit ihnen zu beten und sie zu führen. Manchmal stellen sich Eingeweihte unserer Tradition dabei vor, dass sie Selbst das Bild des Herrn werden. Sie stellen sich die Heilkraft als goldenes Licht in ihnen und um sie herum vor. Dann legen sie ihre Hände auf die Person und führen den selben Vorgang durch, indem sie sich zu einem Medium der göttlichen Präsenz und Kraft Yeshuas, des Heilers, machen. Die größte Heilung erfährt man selbst, wenn man als ein heiliges Gefäss der Heilkraft für andere handelt. Es ist immer ein unvergleichlicher Segen, wenn man die Gelegenheit hat zu teilen und zu geben, was man empfangen hat.

[Übersetzt aus: Tau Malachi: Gnosis of the Cosmic Christ. – Saint Paul,MN : Llewellyn, 2005, S. 221-222]

Mittelsäulen-Meditation

Stehend oder sitzend konzentriere dich behutsam auf deinen Atem und entspanne dich. Lasse bewußt alle Spannung und Negativität des Geistes, der Gefühle und des Körpers los, und komme in der Aufmerksamkeit des Moments an. Wende deine Seele dem Geist Gottes in dir und über dir zu. Entfache dein Verlangen danach, das die Heilige Schekina (der Heilige Geist) zu dir kommt. Gebe dich der Heiligen Schekina hin.

Stelle dir eine Sphäre aus funkelndem weißem Licht über deinem Kopf vor, ein diamant-ähnliches Licht, das in den Regenbogenfarben glänzt, durchsichtig und klar. Visualisiere und fühle dieses Zentrum überirdischen Lichtes dort über deinem Kopf. Öffne deine Seele, dein Herz und dein ganzes Wesen, und werde empfindsam für die göttliche Präsenz und Kraft. Erwecke dieses Zentrum göttlicher Energie mit der Intonation des göttlichen Namens Ehje.

Dann stell dir vor, dass die Lichtkraft durch deinen Kopf heruntergleitet in deinen Hals und dort eine weitere Lichtsphäre bildet, eine Sphäre aus durchsichtigem lavendelfarbenem Licht, das hell scheint. Stell dir vor und fühle, wie die göttliche Präsenz und Lichtkraft auf dich herunterströmt und in dich dringt. Heisse die Heilige Schekina in Stille willkommen. Erwecke dieses Zentrum göttlicher Energie mit der Intonation des göttlichen Namens Yahweh Elohim.

Lasse die Lichtkraft ihren Abstieg durch deinen Körper fortsetzen und eine weitere Lichtsphäre in der Mitte deines Torsos im Bereich des Solar Plexus formen, eine Sphäre aus durchsichtigem, goldenen Licht, das hell wie die Sonne scheint. Visualisiere und fühle die zunehmende Vertrautheit zwischen dir und der Lichtpräsenz und Lichtkraft. Öffne dich selbst völlig der Heiligen Schekina und nimm sie an. Erwecke dieses Zentrum göttlicher Energie mit der Intonation des göttlichen Namens Yeschua.

Stell dir vor, dass die Lichtkraft ihren Abstieg natürlich und spontan fortsetzt, und eine weitere Sphäre aus durchsichtigem violettem Licht in deiner Leistengegend formt, ein vibrierendes und hell scheinendes Zentrum göttlicher Energie. Visualisiere und fühle innig die mystische Umarmung der göttlichen Präsenz und Kraft. Fühle wie die Kraft des Lichts und der Liebe in jeder Zelle deines Körpers und deinem ganzen Wesen erwacht. Erwecke dieses göttliche Zentrum mit der Intonation des göttlichen Namens Schaddai El Chai.

Lasse die Lichtkraft ihren Abstieg vollenden, indem sie zu deinen Füßen gleitet und dort eine Sphäre aus leuchender Dunkelheit formt, wie ein durchsichtiges Licht aus leuchendem Indigo oder Obsidian-Schwarz, all-empfangend. Visualisiere und fühle mit deinem ganzen Wesen die volle Umarmung der Heiligen Schekina, während du mit ihr verschmilzt und völlig eins wirst. Erwecke dieses göttliche Zentrum der Energie mit der Intonation des göttlichen Namens Adonai.

Wenn du die göttliche Kraft herabgeführt hast, stell dir vor und fühle ein Erwachen und Hochströmen der göttlichen Energie aus der Tiefe deines Bewußtseins. Es ist so, als käme aus dem geheimen Zentrum der Erde eine Antwort von unten auf die göttliche Präsenz und Kraft, die von oben herabsteigt. Stell dir vor, du wirst eine unerschöpfliche Fontaine dieser göttlichen Energie. Die Lichtkraft strömt herauf im Aufstieg von der Basis deiner Füße durch die Wirbelsäule und aus dem obersten Ende deines Kopfes heraus, als würde sie durch ein Rohr aus Licht strömen, das von deinem Feinkörper geformt wird.

Lasse diese Lichtkraft mit dem Atem durch die Sphäre deiner Empfindungen kreisen. Wenn du ausatmest, visualisiere und fühle die Lichtkraft an der Vorderseite deines Körpers herabströmen. Wenn du einatmest, visualisiere und fühle sie an deiner Rückseite aufsteigen. Setze deine Konzentration fort, bis der Strom an der Vorderseite und Rückseite deines Körpers gut aufgebaut ist und wie von selbst funktioniert.

Dann richte deine Aufmerksamkeit auf einen anderen Strom der Lichtkraft, der gleichzeitig an deiner linken Seite herabfließt und an der rechten Seite hochsteigt. Benutze deinen Atem wie bei ersten Mal, um die göttliche Energie kreisen zu lassen. Mit dem Ausatmen strömt die Energie links herab, und mit dem Einatmen steigt sie rechts hoch. Setze deine Aufmerksamkeit fort, bis der Fluß gut funktioniert.

Jetzt stell dir deinen Körper als einen Lichtkörper vor, als würde jeder Partikel von selbst leuchten. Visualisiere und fühle, wie eine Sphäre aus strahlendem Licht dich völlig umgibt, eine leuchtende Aura aus golden-weißem, durchsichtigem Licht. Fühle dich selbst erfüllt mit dem Heiligen Geist, und bleibe in dieser göttlichen Fülle, und kommuniziere mit der göttlichen Präsenz und Kraft des Heiligen Einen.

Wenn dies vollendet ist, kannst du weitere Gebete, Meditationen oder Rituale anschließen oder die Sitzung beenden, indem du die Energie-Intelligenz aus der Übung völlig aufnimmst und erdest. Das vollendet dann die Mittelsäulen-Meditation.

[Übersetzt aus: Ecclesia Pistis Sophia:  Middle Pillar Meditation]

Vorübungen zur Partzuf-Meditation

Wenn es für euch zu schwierig ist, euch eine Person wie Jesus oder Maria Magdalena als Lichtwesen vorzustellen, ist es gut, ihre oder seine vollkommene Präsenz im Raum vor euch zu fühlen: lass all die Inspiration, Freude und Ehrfurcht, die du fühlst, die Stelle der Visualisierung einnehmen. Vertraue einfach, das die Präsenz, die du zu Hilfe rufst, wirklich da ist. Jesus sagte selbst: „Und das sollt ihr wissen: Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt.“

Es ist am Anfang nicht wichtig, ob ihr visualisieren könnt. Es ist viel wichtiger, dass ihr die Präsenz in eurem Herzen fühlt, dass ihr in euch aufnehmt, was sie verkörpert: ihre Liebe, ihr Mitgefühl, ihre Weisheit, ihren Segen und ihre Kraft. Lasst euch völlig davon erfüllen und spürt, was geschieht. Wenn der Meister zu euch spricht, nehmt es in euch auf. Bleibt so lange ihr könnt in der Aufmerksamkeit. Bittet zum Schluß, dass seine Liebe und Kraft auf alle Wesen ausgedehnt wird. Amen.

Eine andere Möglichkeit:

Wenn ihr euch ein Licht gut vorstellen könnt, denkt euch eine spirituelle Sonne hinter eurem Herzen, und lasst euch von diesem Licht völlig erfüllen.

Oder schaut euch an einem sonnigen Tag die Sonne genau an, und nehmt ihr Bild vollkommen in euch auf, spürt die Sonne hinter eurem Herzen. Diese Aufmerksamkeitsübung tut gut, und ihr könnt sie im Alltag oft wiederholen. Dann wird euch in der Meditation das Licht der Sonne sehr präsent sein.

Erinnert euch in der Meditation an die Sonne und spürt sie wieder hinter eurem Herzen. Versucht, das Licht stärker werden zu lassen und dehnt es aus, bis es euer Herz ganz erfüllt. Nehmt die Kraft und Reinheit dieses Lichtes bewußt in euch auf. Bleibt so lange ihr könnt in der Aufmerksamkeit. Bittet zum Schluß, dass die Kraft des Lichtes auf alle Wesen ausgedehnt wird. Amen.

Einen Altar bauen:

Sehr hilfreich ist es auch, einen Altar zu bauen. Das ist in der Sophia-Gnostik eine sehr kreative Angelegenheit und jeder richtet sich nach seinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen. Wichtig ist, dass ihr eine persönliche Beziehung zu dem Altar herstellt. So bringt ihr euch leichter in die sprituelle Aufmerksamkeit. Ihr könnt dazu z.B. ein Bild des Partzuf wählen, dass euch besonders anspricht, Kerzen, Weihrauch, aber auch jede Art von spirituellen Symbolen, die euch besonders wichtig sind. Auch die Beziehung zu anderen spirituellen Traditionen, wie Buddhismus oder Sufismus läßt sich symbolisieren.

Meditiert dann regelmäßig vor dem Altar und gewinnt ein Bild von eurem Partzuf als Lichtgestalt, das ihr euch  bei der Meditation immer besser vorstellen könnt.

Partzuf-Meditationen

Partzuf-Meditationen kann man sehr gut mit dem Guruyoga im tibetischen Buddhismus vergleichen. Dabei verbindet der Übende sich mit der innersten Essenz des Heiligen in der Meditation. Dieser Heilige spiegelt und stärkt somit die in jedem Menschen vorhandene göttliche Kraft. Er verkörpert sie in ganzer Klarheit. Parzuf-Meditationen haben eine große Energie, die eigene Negativität aufzulösen. Sie können über lange Zeit eine Grundlage für die spirituelle Entwicklung sein. Man kann sie mit jedem Heiligen jeder Art mystischer Tradition ausführen. Wichtig ist die eigene Resonanz, die man mit der jeweiligen Figur empfindet.

Für mich entsteht diese Resonanz vor allem bei Partzuf-Meditationen mit dem Lebendigen Yeshua (Jesus), Maria Magdalena (der Heiligen Braut) und der Lichtfrau (der Heiligen Mutter).

Der Lebendige Yeshua ist nicht der Jesus, den man aus der äußeren Kirche kennt. Wie auch im Evangelium des Thomas, bezieht sich die Bezeichnung „Der lebendige Yeshua“ auf den auferstandenen Jesus, der seinen Schülern in Visionen und Träumen erscheint und Lehren vermittelt, die über die äußere biblische Tradition hinausgehen. Solche Lehren findet man in den gnostischen Evangelien, die nicht in der Bibel enthalten sind, aber auch in einigen Teilen der Bibel, so z.B. in der Offenbarung des Johannes. Ihr Ziel ist die direkte spirituelle Erfahrung und Erkenntnis, das Erkennen des innersten Selbst. Wenn man es erkennt, so erfährt man, dass das innerste Selbst kein Selbst ist. Einer der besten Wege dorthin, zur Gnosis, sind für mich die Partzufmeditationen.

Meditation mit der Lichtfrau

Meditation mit Maria Magdalena

Meditation mit dem Lebendigen Yeshua (englisch)

Weitere Partzuf-Meditationen (englisch)

Geben-und Empfangen-Meditation mit sich selbst

Bevor du mit dieser Meditation beginnst, solltest du die vorangegangenen Artikel zur Geben-und-Empfangen-Meditation lesen:

Warum Geben-und-Empfangen-Meditation?

Einige Vorübungen zur Geben-und Empfangen-Meditation

Geben-und-Empfangen-Meditation: Das Licht des Kreuzes ausdehnen

Es empfiehlt sich, die Geben-und-Empfangen Meditation mit der Umgebung zuerst zu üben. Wenn du sie sicher beherrschst, ist es ein guter Zeitpunkt, die hier beschriebene Meditation auszuprobieren.

Setze dich bequem an einen ungestörten Ort, führe das Kabbalistische Kreuz und die ursprüngliche Meditation aus und komme so zur Ruhe. Stelle dir in deinem Herzen die spirituelle Sonne vor und verwandele dich augenblicklich in einen Körper aus göttlichem Licht, in die Licht-Präsenz. Dann stell dir dein Schattenbild vor, wie es magischerweise vor dir erscheint. Das Licht-Selbst ist der unversehrte, vollkommene, warme, liebende, verstehende und geisterfüllte Teilaspekt von dir. Es ist eine lebendige Präsenz und Kraft des Lichtes, die dir ein guter Freund ist, die bereit ist, für dich dazusein ohne ein Urteil über dich zu fällen, ungeachtet deiner Fehler und Defizite. Das Schatten-Selbst ist der Teilaspekt von dir, der sich verwundet und verletzt fühlt, zurückgewiesen, wertlos, missverstanden, betrogen, frustriert, von Trauer erfüllt, gekränkt, verärgert u.v.a.m. Es ist also an alle Arten von Negativität gebunden.

Wenn das Licht-Selbst und das Schatten-Selbst in deiner Visualisierung gegenwärtig sind, verkörpere das Licht-Selbst. Öffne deinem Schattenbild dein Herz, lächele ihm mit Liebe und Freundlichkeit zu. Atme die Negativität und Dunkelheit deines Schatten-Selbst ein. Hauche Licht und Liebe beim Ausatmen auf das Schatte-Selbst. Stell dir die Dunkelheit als rotbraunen, rußigen Rauch oder als tiefschwarzen Rauch vor. Atme ihn in die spirituelle Sonne ein, und sieh, wie der Rauch dort in feuriges Licht verwandelt wird. Dann hauche beim Ausatmen das Licht auf dein Schatten-Selbst. Nimm so die Negativität vom Schatten-Selbst weg und erfülle es mit Licht. Stell dir vor, wie es sich dabei nach und nach in ein Licht-Selbst verwandelt, bis es schließlich so hell wie du scheint. Dann stell dir vor, wie die beiden Licht-Selbst-Präsenzen Licht aufeinander hauchen, so dass das Licht alles durchdringt, die ganze Umgebung ausfüllt. Wenn die Umgebung sich in einen Lichtpalast verwandelt hat, umarme deinen anderen Aspekt. Stell dir vor, wie er mit dir verschmilzt, so dass ihr eine Licht-Präsenz bildet, die unversehrt und vollkommen ist. Wenn die Meditation beendet ist, bete, dass das Licht des Kreuzes auf alle Wesen ausgedehnt wird und führe das Kabbalistische Kreuz aus.

Dies ist eine kraftvolle Methode für die physische, psychische und spirituelle Selbstheilung. Es ist ebenso eine zentrale Übung der Selbstreinigung, die in ihrer esoterischen Bedeutung der Taufe entspricht. Weil die Licht-Präsenz unser innerstes Wesen ist, scheint unser Licht natürlich und spontan aus uns hervor, wenn wir die Schleier und Hüllen, die es verbergen, entfernen. Erleuchtung ist eine gegenwärtige Wahrheit, die wir erkennen und verwirklichen können. Sie ist der Zustand unseres wahren Seins, an den wir uns nur zu erinnern brauchen. Wenn wir uns von Vergeßlichkeit, Negativität und Dunkelheit gereinigt haben, scheint deshalb die Licht-Präsenz aus unserem Inneren hervor. Wie Yeshua Messia sagte, „Ihr seid das Licht für die Welt“.

(Übersetzt aus: Forum der Sophia Fellowship – Foundation Practices)

Geben-und-Empfangen-Meditation: Das Licht des Kreuzes ausdehnen

Die drei vorangegangenen Artikel zur Geben-und-Empfangen-Meditation findet ihr hier:

Warum Geben-und-Empfangen-Meditation?

Einige Vorübungen zur Geben-und Empfangen-Meditation

Geben-und-Empfangen-Meditation mit der Umgebung

Das Licht des Kreuzes ausdehnen

Einige weitere Vorbemerkungen zur Geben-und-Empfangen-Meditation

Im Prozess des Erzeugens von spiritueller Liebe und von Mitgefühl sind wir nicht allein. Wir erhalten Segen und Gnade vom auferstandenen Christus, obwohl jeder Mensch seine eigene Erlösung finden muss (Erleuchtung und Befreiung), indem er oder sie Zuflucht im lebendigen Yeshua (Jesus), dem Evangelium der Wahrheit und dem Mystischen Körper des Gesalbten (dem Heiligen Kreis oder der spirituellen Gruppe) sucht. Ebenso erhalten wir Segen und Gnade von der Heiligen Mutter, der Heiligen Braut (Maria Magdalena) und von allen Aposteln des Lichtes, die uns vorangegangen sind. Es gibt in Wahrheit eine grosse leuchtende Versammlung der Tzaddikim und Maggidim (der Heiligen, Engel und vieler göttlicher Wesen), die immer bereit sind, uns bei der grossen Aufgabe zu helfen. So sind wir nie allein bei unserer göttlichen Aufgabe. Die göttliche Gnade der heiligen Shekinah und die Tzaddikim und Maggidim sind immer bei uns, um uns bei unserer Aufgabe zu ermächtigen. Wir müssen die Shekinah, die Tzaddikim und Maggidim nur herbeirufen, um göttliche Unterstützung zu erhalten.

Wenn wir das Kabbalistische Kreuz ausführen, ist der Schnittpunkt des Lichtkreuzes in unserer Herzmitte – dem Heiligen Herzen. Dieses Kreuz repräsentiert die Einheit von Logos und Sophia, Glauben und Gnosis, Liebe und Mitgefühl. Unsere spirituelle Liebe und unser Mitgefühl ist dabei die Lichtkraft des Kreuzes. Wenn wir das Heilige Herz erzeugt haben und die Kraft der Liebe und des Mitgefühls auf andere lebendige Seelen ausdehnen wollen, können wir zur Heilige Mutter, zu Yeshua, Maria Magdalena und allen anderen Tzaddikim und Maggidim um Hilfe beten. Wir brauchen sie nur herbeizurufen. Dann beten wir aus der Tiefe unseres Seins, dass alles was wir denken, fühlen, uns vorstellen, sprechen und tun dazu dient, die Licht-Präsenz in der Welt auszudehnen. Wir beten, dass wir ein Segen für alle lebendigen Seelen sein mögen. Man kann beten „Ermächtige mich, oh Heiliger Einer, die grosse Aufgabe zu erfüllen und allen Wesen göttliche Erleuchtung zu bringen.“ Bete, dass du in Schönheit und Heiligkeit wandelst, ein Segen für alle Wesen bist, mit denen du in Kontakt kommst und dass du ermächtigt wirst, sie in das Licht-Kontinuum zu erheben.

Wenn du eine spirituelle Übung oder ein gutes Werk durchführst, mache es dir zur Gewohnheit, diese Aktivität bewusst allen Wesen als Segen zu widmen. Bete immer, dass das Licht des Kreuzes auf alle lebendigen Seelen ausgedehnt wird und dass der Segen und die Gnade des Gesalbten sich über alle lebendigen Wesen ergiesst. Wenn man tief über spirituelle Liebe und Mitgefühl meditiert und die Weisheit des Mitgefühls erkennt, begreift man, dass die volle Verkörperung der Licht-Präsenz der einzige wirkliche Weg dorthin ist. Denn in Wahrheit ist die eigene Erleuchtung und Befreiung der grösste Segen, den man anderen anbieten kann. In diesem Zustand der Selbsterkennung ist man ermächtigt, anderen die grösstmögliche Hilfe zu geben. So ist Mitgefühl die göttliche Leidenschaft für völlige Erleuchtung und Befreiung.

(Übersetzt aus: Forum der Sophia Fellowship – Foundation Practices)