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Wie empfängt man Lehren in der Sophia-Tradition?

In der Sophia-Tradition empfangen wir Lehren im spirituellen Diskurs mit unserem Lehrer oder in der Gruppe und in Zeremonien als herausragenden Bewußtseinserfahrungen. Mit jeder Lehre empfangen wir auch Energie von unserem Lehrer. Man könnte sagen, dass die Energie hinter den Worten sogar noch wichtiger ist als die Worte selbst. Es ist die Energie des Gebetes und des Wunsches für uns, dass unser tieferes Potential aktiviert wird. Dieses Potential steckt in den tieferen Ebenen unserer Seele, den Ebenen die niemals geboren werden und niemals sterben,  die immer in Gott ruhen. Oft leben wir jedoch nur aus unserem Oberflächenbewußtsein in der äußeren Welt und haben diese Ebenen in uns vergessen. Uns fehlt der Zugang zu ihnen.

Unser Lehrer kann uns den Zugang zu den tieferen Ebenen eröffnen, jedoch geht das nicht ohne unsere Mitarbeit. Wir müssen die Lehren selbst integrieren und kultivieren, sie zu unserer ureigensten Erfahrung machen, damit sie uns verändern können und wir sie mit anderen teilen können. In Wahrheit sind sie wie eine spirituelle Zip-Datei, die sich erst mit der Zeit entfaltet, wenn wir sie in unser Gebet, in unsere Meditation und Kontemplation einbeziehen und erkunden. Wir können dabei den Heiligen Geist, Ruach-ha-Kodesh, bitten, uns mehr zu offenbaren, unser Verständnis zu vergrößern. Wir können beobachten, wie die Lehren unser Leben verändern und was das Leben uns über die Lehren zurückgibt. In Wahrheit können die Lehren sich erst entfalten, wenn wir ihnen den Raum und die Zeit dazu geben. Was geschieht mit der empfangenen Energie und Erfahrung nach Tagen, Wochen oder Monaten?

Leider hasten wir in unserer modernen Kultur und oft in der modernen Spiritualität von einer Erfahrung zur nächsten, von einem Event zum nächsten, und vergessen dabei, dass es unsere Aufgabe ist, die Erfahrungen und Energie zu integrieren. Man könnte dieses Hasten von einem Event zum nächsten auch spirituellen Voyeurismus nennen.

Wenn wir uns aber nicht von der empfangen Energie durchdringen und verändern lassen, verlieren wir sie wieder. Dies wird uns auf der energetischen Ebene von Yeshua im „Gleichnis vom anvertrauten Geld“  im Matthäus-Evangelium  25:14-28 gesagt:

14 „Es ist wie bei einem Mann, der verreisen wollte. Er rief vorher seine Diener zusammen und vertraute ihnen sein Vermögen an.
15 Dem einen gab er fünf Zentner Silbergeld, dem anderen zwei Zentner und dem dritten einen, je nach ihren Fähigkeiten. Dann reiste er ab.
16 Der erste, der die fünf Zentner bekommen hatte, steckte sofort das ganze Geld in Geschäfte und konnte die Summe verdoppeln.
17 Ebenso machte es der zweite: Zu seinen zwei Zentnern gewann er noch zwei hinzu.
18 Der aber, der nur einen Zentner bekommen hatte, vergrub das Geld seines Herrn in der Erde.
19 Nach langer Zeit kam der Herr zurück und wollte mit seinen Dienern abrechnen.
20 Der erste, der die fünf Zentner erhalten hatte, trat vor und sagte: ›Du hast mir fünf Zentner anvertraut, Herr, und ich habe noch weitere fünf dazuverdient; hier sind sie!‹
21 ›Sehr gut‹, sagte sein Herr, ›du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du hast dich in kleinen Dingen als zuverlässig erwiesen, darum werde ich dir auch Größeres anvertrauen. Komm zum Freudenfest deines Herrn!‹
22 Dann kam der mit den zwei Zentnern und sagte: ›Du hast mir zwei Zentner gegeben, Herr, und ich habe noch einmal zwei Zentner dazuverdient.‹
23 ›Sehr gut‹, sagte der Herr, ›du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du hast dich in kleinen Dingen als zuverlässig erwiesen, darum werde ich dir auch Größeres anvertrauen. Komm zum Freudenfest deines Herrn!‹
24 Zuletzt kam der mit dem einen Zentner und sagte: ›Herr, ich wusste, dass du ein harter Mann bist. Du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst ein, wo du nichts ausgeteilt hast.
25 Deshalb hatte ich Angst und habe dein Geld vergraben. Hier hast du zurück, was dir gehört.‹
26 Da sagte der Herr zu ihm: ›Du unzuverlässiger und fauler Diener! Du wusstest also, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nichts ausgeteilt habe?
27 Dann hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank bringen sollen, und ich hätte es mit Zinsen zurückbekommen!
28 Nehmt ihm sein Teil weg und gebt es dem, der die zehn Zentner hat! „

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Über Unterschiede zwischen der Sophia-Tradition und den meisten Hauptströmungen des Christentums (von Tau Malachi)

Ecclesia Pistis SophiaIn der Sophia-Tradition glauben und erfahren wir den uranfänglichen und den kosmischen Christus. Das ist gleichbedeutend mit einer universellen Erleuchtung und der letztendlichen Erleuchtung und Befreiung aller lebendigen Geister und Seelen. Mit anderen Worten gesagt: Wir haben einen leidenschaftlichen Glauben an Yeshua als den Messias und glauben ebenso an das Evangelium, wie auch an die verschiedenen Wunder und Geheimnisse, die dort offenbart werden. Wir glauben an die Vollkommenheit des göttlichen Wesens, des erleuchteten Wesens, die durch den Messias verkörpert wurde. Andererseits wissen und verstehen wir, dass die Erleuchtung nicht auf Christus, unseren Messias, begrenzt ist, sondern viele verschiedene Erscheinungen annimmt. Dadurch werden unterschiedlichen Völkern verschiedene Wege der Erleuchtung offenbart, entsprechend der Art und Weise, wie sie die Lichtpräsenz und Lichtkraft am Besten empfangen können.

Wenn wir Namen wie Buddha, Krishna und ähnliches hören, hören wir „Christus“ und sehen die gleiche Lichtpräsenz und Lichtkraft in ihnen verkörpert. Dabei formt jeder dieser erleuchteten Meister seinen eigenen Weg für die Selbsterkenntnis, Erleuchtung und Befreiung von Seelen.

„Errettung“ bedeutet für uns Selbsterkenntnis oder Erleuchtung. Darin unterscheidet sich unser Glauben am stärksten von Brüdern und Schwestern in der äußeren Kirche. Wir verstehen Yeshua, den Messias, als Retter und Gnostischen Offenbarer und dadurch erkennen wir die vielen verschiedenen Erscheinungen des Retters und Gnostischen Offenbarers.  Deshalb glauben wir auch nicht,  dass Brüder und Schwestern aus anderen Weisheitstraditionen „in die Hölle kommen“, wenn sie nicht an „Jesus Christus“ glauben und „Jesus“ folgen. Wir respektieren andere Weisheitstraditionen, andere Strömungen der Lichtübertragung, finden unseren eigenen Glauben durch sie bestätigt und gewinnen Nutzen und Weisheit aus ihnen.

Die Erscheinungsform jedes Lichtträgers ist jedoch einzigartig. Jeder bietet eine andere spirituelle Unterstützung, Lehren und Übungen an, jeder bringt ein einzigartiges Heiligtum und spirituelles Fahrzeug hervor. In Yeshua, dem Messias, sehen wir eine einzigartige Selbsthingabe und die Bildung eines einzigartigen Heiligtums der Gnade, das negatives Karma, Sünde und die Fesseln der Unfreiheit löst. Wir erkennen ein einzigartiges  Heiligtum und eine einzigartige Offenbarung, zu der wir uns berufen fühlen oder mit der wir eine tiefe Resonanz empfinden. Wir empfinden eine starke Herzverbindung und Seelenverbindung mit unserem Herrn Yeshua. Wir haben einen leidenschaftlichen Glauben und leidenschaftliche Hingabe und so sind wir mit ihm verbunden.

Indem wir  begreifen, dass die Lichtpräsenz (Christus) und Lichtkraft (der Heilige Geist) nicht auf Meister Yeshua begrenzt ist, sehen wir, dass sie auch von anderen um ihn herum mehr oder weniger stark verkörpert wurde. Sie wurde von Johannes dem Täufer, Mutter Maria und der Heiligen Braut (Maria Magdalena) in verschiedenen Graden verkörpert und wird weiterhin durch die gnostisch-apostolische Nachfolge verkörpert.

Ein allgemeiner Begriff für den Messias, Christus, in der Sophia-Tradition ist der „Lichtmensch“. Wenn wir in die inneren Dimensionen schauen, sehen wir zahllose Erscheinungen des göttlichen oder erleuchteten Wesens in zahllosen Weltsystemen der Gesamtheit der bewußten Existenz. Jede Erscheinung nimmt die Form an, in der sie von denen,  zu denen sie gesendet wird, am Besten empfangen werden kann. Das schließt Erscheinungen ein, die in die materielle Welt ausstrahlen, ebenso wie Erscheinungen in der astralen oder spirituellen Dimension, in „Erden“ und „Himmeln“. Einige von diesen Erscheinungen können sich natürlich sehr von dem unterscheiden, das wir verstehen und uns vorstellen. Sie mögen uns vielleicht sogar etwas „fremd“ vorkommen und doch ist jede ein strahlendes, heiliges Licht und unbeschreiblich schön, erfüllt von Liebe und Mitgefühl, Verständnis und Weisheit des Göttlichen. Jede Erscheinungsform ist durchdrungen von der Kraft des erleuchteten Wesens.

Unserem Evangelium zufolge werden alle lebendigen Geister und Seele, alle bewußten Wesen,  letztendlich „gerettet“, erleuchtet und befreit. Seelen, die in dieser Welt inkarnieren und in ihr nicht die Erfüllung erreichen, werden sie durch Inkarnationen in anderen Welten erreichen. Alle werden im großen Aufstieg erhoben, kein göttlicher Funke geht jemals verloren.

(dies ist eine Übersetzung von Tau Malachis Facebook-Post)

Über Hayyah Yeshua – den lebendigen Christus

Die gnostischen Evangelien, wie z.B. Pisitis Sophia, stehen zur kirchlichen Sicht auf den Messias nicht im Widerspruch, aber sie erweitern das Bild von ihm. Yeshua hat mit seinem Opfer unsere Sünden getilgt. Etwas zu opfern bedeutet im tieferen Sinne “etwas heilig zu machen”. Bevor Yeshua kam, wurden in der jüdischen Tradition Tiere geopfert. Sie symbolisieren ein “heilig machen” der tierischen, nicht im Sinne der Gebote handelnden, Aspekte in uns.

Yeshua hat uns einen neuen Weg gezeigt, ja er hat den Weg für uns geöffnet. Im gnostischen Phillippus-Evangelium (Spruch 27) wird gesagt:

“Verachtet das Lamm nicht! Denn ohne es ist es nicht möglich, den König zu sehen. Niemand wird seinen Weg zum König beschreiten können, wenn er nackt ist.”

Yeshua, das Lamm, hat uns mit seinem ganzen Leben und Handeln den Weg des Mitgefühls und der Umkehr gezeigt und zeigt ihn uns jeden Tag aufs neue. Durch die Taufe haben wir uns vom alten Weg abgewendet und gehen nun den neuen Weg in Yeshua. Damit ist ein langes Stück unseres Karmas getilgt. Wir sind nicht mehr unbewußt in den Lebenszyklen, den Gilgulim. Wahre Umkehr, Teshuva, besteht in der Rückkehr zu unserer ursprünglichen Intention in Gott, immer wieder.

Yeshua war auf eine zutiefst innige Weise mit Gott verbunden. Er konnte sich vollständig mit Gott vereinen. In den gnostischen Evangelien offenbart er uns, dass dies auch der Sinn und das Ziel unserer Inkarnationen hier auf der Erde ist. Und er zeigt uns geduldig den Weg dahin.

“Niemand wird seinen Weg zum König beschreiten können, wenn er nackt ist.” Er zeigt uns, wie wir unsere Lichtkleider anlegen können, damit wir am Ende vor dem König (Gott) bestehen können. Yeshua ist in der gnostischen Tradition nicht der einzige Sohn Gottes und er kommt nicht so plötzlich in die Welt, wie es scheint.

Er ist eine alte Seele, die einen langen Entwicklungsweg in vielen Inkarnationen hinter sich hat. Man sagt, dass er in 26 Weltsystemen inkarnierte, bevor der als Mensch auf die Welt kam. 26 ist die Summe der Buchstaben des großen Names Gottes, “Yahweh”, in dem alle Kräfte Gottes vereint sind. Auch auf der Erde wurde Yeshua mehrfach wiedergeboren, um seine Aufgabe vollständig erfüllen zu können. So war er der Tradition zufolge der Stammvater Jakob, Moses Nachfolger Joschua und der Prophet Elischa. Jede dieser schon sehr lichtvollen Inkarnationen war ein wichtiger Schritt auf dem Weg seiner Entwicklung als Träger der christlichen Tradition und half ihm, etwas von seinem Karma, das noch vorhanden war, abzutragen. Hier konnte er die große Kraft, Reinheit und das unendliche Mitgefühl erwerben, das ihn befähigte, als unser Messias aufzutreten.

Als Prophet Elischa erwarb er sich die doppelte Kraft der Seele des Propheten Elias, weil er Elias Aufstieg in den Himmel mit ansehen konnte, ohne das Bewußtsein zu verlieren. Die beiden großen Propheten Elia und Elischa kehrten wieder als Johannes der Täufer und Yeshua, der Messias, um ihr Werk zu vollenden.

Man sagt, dass Elischa die doppelte Kraft der Seele Elias in seiner Inkarnation als Yeshua gegeben wurde, damit er seine schwierige Aufgabe vollenden konnte. So wirkt Gott in Kooperation mit den Menschen. Deshalb ist es so wichtig, dass wir Gott erlauben, durch uns zu wirken und uns ihm darbringen. Er erwartet unsere freiwillige Kooperation.

Der kabbalistische Lebensbaum zeigt aber, dass Gott nicht nur unsere freiwillige Kooperation erwartet, wir also den Weg zu ihm suchen sollen, sondern dass er sich auch zu uns ausstreckt, damit wir ihn besser verstehen können. Der unfassbare, unendliche Gott auf der Ebene der Sefirah Kether wird in den unteren Sefirot Chesed, Geburah, Tifereth, Netzach, Hod, Yesod und Malkuth immer fassbarer für uns. Es wird berichtet, dass dies die Himmelsleiter ist, an der der Stammvater Jakob die Engel auf- und absteigen sah.

Auch wir können an dieser Leiter auf- und absteigen und so nach und nach unsere Lichtkleider anziehen. Hier unten in Malkuth haben wir vieles Gegenständliche als Referenzpunkte. Gott selbst aber ist nicht gegenständlich. Er ist Ain, das Nicht-Gegenständliche, aus dem alles Gegenständliche hervorgeht.

Der Tradition zufolge war Yeshua auf der Ebene der Sefirah Chokmah mit Gott verbunden war. Er konnte ihn also auf dieser hohen Ebene in seiner nichtgegenständlichen Form, die unendliche Liebe ist, erfahren. Er wollte diese Erfahrung allen Menschen eröffnen. Aber die Menschen hatten Schwierigkeiten, ihn zu verstehen. Selbst seine engsten Anhänger, die Jünger, die doch schon so viel von ihm gelernt hatten, hatten lange Schwierigkeiten, diese große Befreiungsbotschaft zu verstehen.

Petrus, Jakobus und Johannes hatten in der Verklärung große Angst und fielen Lukas zufolge sogar in tiefen Schaf. Auch als Maria Magdalena die Auferstehung Yeshuas verkündete, glaubten sie ihr zuerst nicht. Erst als Yeshua ihnen erschien und später den Heiligen Geist über sie ergoß, verstanden sie die innere Dimension unseres Seins. Der göttliche Funke in uns, unser Neshamah ist unsterblich und die Quelle unseres Seins. Der Schrift Pistis Sophia zufolge verbrachte Yeshua nach seiner Auferstehung noch 10 Jahre mit den Jüngern, um sie darüber näher zu unterrichten. In diesen 10 Jahre lehrte er sie den Aufstieg zu Gott in seiner nichtgegenständlichen Form. Auch die acht Himmel sind ein Bild dafür.

Niemand von der Kraft und Stärke Yeshuas lebt in unserer Zeit. Wenn es aber Gottes Wille ist, dass wir selbst einmal Söhne und Töchter Gottes werden, wissen wir, dass dieses Leben nicht unsere letzte Inkarnation ist, dass es wahrscheinlich noch viele Leben dauern wird. Für diesen Weg hat Yeshua uns gute Hoffnung gegeben:

“1 Dann sagte Jesus zu allen:1 »Erschreckt nicht, habt keine Angst! Vertraut auf Gott und vertraut auch auf mich!
2 Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen, und ich gehe jetzt hin, um dort einen Platz für euch bereitzumachen. Sonst hätte ich euch doch nicht mit der Ankündigung beunruhigt, dass ich weggehe.
3 Und wenn ich gegangen bin und euch den Platz bereitet habe, dann werde ich zurückkommen und euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.
4 Den Weg zu dem Ort, an den ich gehe, den kennt ihr ja.”
(Johannes 14:1-4)

Dabei muss ich an die acht Himmel als unsere Wohnungen auch zwischen den Inkarnationen denken und an den Lebensbaum als den Weg.

Johannes der Täufer in der Sophia-Tradition

(Markus 1:2-8)
“2 Es begann, wie es im Buch des Propheten Jesaja angekündigt wurde: »Ich sende meinen Boten vor dir her, sagt Gott, damit er den Weg für dich bahnt.
3 In der Wüste ruft einer: Macht den Weg bereit, auf dem der Herr kommt! Ebnet ihm die Straßen!
4 Dies traf ein, als der Täufer Johannes in der Wüste auftrat und den Menschen verkündete: »Kehrt um und lasst euch taufen, denn Gott will euch eure Schuld vergeben!
5 Aus dem ganzen Gebiet von Judäa und aus Jerusalem strömten die Leute in Scharen zu ihm hinaus, bekannten öffentlich ihre Sünden und ließen sich von ihm im Jordan taufen.
6 Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und um die Hüften einen Ledergurt; er lebte von Heuschrecken und dem Honig wilder Bienen.
7 Er kündigte an: »Nach mir kommt der, der mächtiger ist als ich. Ich bin nicht einmal gut genug, mich zu bücken und ihm die Schuhe aufzubinden.
8 Ich habe euch mit Wasser getauft; er wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.”

Die Sophia-Tradition lehrt wie die ursprüngliche jüdische Tradition, dass wir danach streben sollen, Gottes Liebe und Mitgefühl überall im Alltagsleben zu verkörpern. Anders als in östlichen Traditionen geht es nicht darum, ein dauerhaft zurückgezogenes Leben zu führen. Aber es gibt auch immer wieder Seelen, die um ihre Aufgabe zu erfüllen, dazu bestimmt sind, sich vom Alltagsleben fernzuhalten und wie die heiligen Engel zu leben. Ihre Mission ähnelt der der großen Engel und ihre Seele hält sich stärker in den Himmeln als im Körper auf. Hierzu zählt Johannes der Täufer und er wird deshalb oft der Engel des heiligen Evangeliums genannt. Unsere Tradition spricht von ihm unter seinem hebräischen Namen, Yohanan.

Yohanan gilt als der Lehrer, Tzaddik, Yeshuas. Er ist der wiedergeborene Prophet Elijah. Es heißt, er konnte seine Aufgabe als Lehrer Yeshuas erfüllen, weil alle großen Propheten einen Funken ihrer heiligen Seelen, ihres Neshamahs, mit Yohanans Seele verbanden, damit die ganze Fülle ihres Wissens in ihm ruhte. Er verkörperte selbst viel Licht, das Licht der Folge der Propheten vor ihm. Im Johannes-Evangelium 1:6-9 wird von ihm gesagt:

“6 Es trat einer auf, den Gott gesandt hatte; er hieß Johannes.
7 Er sollte Zeuge sein für das Licht und alle darauf hinweisen, damit sie es erkennen und annehmen.
8 Er selbst war nicht das Licht; er sollte nur auf das Licht hinweisen.
9 Das wahre Licht, das in die Welt gekommen ist und nun allen Menschen leuchtet, ist Er, der das Wort ist.”

Einer mündlichen Überlieferung zu diesem Vers zufolge war Yohanan Aufgabe einerseits die Verkörperung des überirdischen Lichts im Messias zu bezeugen und gleichzeitig als Öffner des Weges für ihn zu dienen und als Hebamme für die heilige Seele Yeshuas. Yohanan war nur sechs Monate älter als Yeshua. Von seiner frühesten Kindheit an wurde er in der Versammlung der Propheten vom Baal Shem, dem Leiter der Versammlung, erzogen. Er wohnte sein ganzes Leben lang in der Wildnis und er lernte alle Lehren mit äußerster Leichtigkeit.

Als Yohanan und Yeshua am Jordan standen, standen neben ihnen die Erzengel Metatron und Sandalfon. Sieben weitere Erzengel der Sefirot bildeten einen Kreis um sie. Die entsprechenden Orden der Engel formten einen äußeren Kreis und die Seelen der Gerechten und Propheten sammelten sich um sie. Es war, als würden Yohanan und Yeshua ein Tor des überirdischen Lichtes in der Welt werden. Dies ist ein Bild der visionären Dimension hinter der Taufe, wie man sie sich auch in Meditationen vorstellen kann.

In der christlichen Kabbala ist Yohanan die Verkörperung der Sefirah Yesod, weil er der Lehrer, Tzaddik, des perfekten Meisters, des Messias, ist und Yesod die Sefirah des heiligen Lehrers ist. Yohanan wird oft herbeigerufen und gebeten, dem Christusgeist in uns zur Geburt zu verhelfen und diesen Prozeß zu begleiten, wie eine Hebamme die Geburt eines Kindes. Auch wenn wir prophetische Visionen und Träume verstehen wollen, kann er herbeigerufen werden. Es wird erzählt, dass sein Geist bei jeder Taufe und jedem Fest der Wiederauferstehung anwesend ist.

[Zusammengestellt aus: Tau Malachi: Gnosis of the Cosmic Christ : a Gnostic Christian Kabbalah. – Saint Paul, Minn. : Llewellyn, 2005]

Was bedeutet die Taufe?

RiverEs gibt in der christlichen Tradition den äußeren Segen der Taufe (Wasser). In mystischen Traditionen folgt darauf die Salbung mit dem heiligen Öl und das Fest des Brot und Weines, das Abendmahl, dass hier Hochzeitsfeier heißt.

Johannes verkündet im Jordan: “Ändert euer Leben! Gott wird jetzt seine Herrschaft aufrichten und sein Werk vollenden!… Johannes sagte auch: “Ich taufe euch mit Wasser, damit ihr euer Leben ändert. Aber der, der nach mir kommt, ist mächtiger als ich. Ich bin nicht einmal gut genug, ihm die Schuhe auszuziehen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit dem Feuer des Gerichts taufen.”

Der äußeren Taufe muss die innere Taufe folgen. Was bedeutet es in der Sophia-Tradition sein Leben in Gott zu ändern? Es bedeutet, zu Gottes ursprünglicher Intention für uns zurückzukehren, unser Herz von äußeren Absichten zu reinigen. Die äußeren Absichten kommen aus unserer Inkarnation, aus Namen, Form und persönlicher Geschichte. Von nun an ist es unsere Absicht, etwas von Gottes Intention für uns und für Gottes Schöpfung um uns herum zu verwirklichen. Es ist ein großes Ziel, Gottes Intention zu verwirklichen. Wenn wir den Weg gehen, merken wir, dass uns davon etwas Schritt für Schritt immer besser gelingt.

Die äußere Salbung mit heiligem Öl ist ein Symbol für die innere Salbung mit dem heiligen Licht Gottes. Christus oder Messiah bedeutet wörtlich “der Gesalbte”. Die Könige im Alten Testament wurden mit dem heiligen Öl zu Königen gesalbt. Maria Magdalena salbt Christus mit Nardenöl. Der hebräische Buchstabe Schin im Namen von Yeshua deutet auf die wahre Salbung des Herrn hin. Der große Name Gottes ist Yahweh, hebräisch Yod-He-Vau-He. Der Name Yeshua hat nur einen Buchstaben mehr, Yod-He-Schin-Vau-He, und er bedeutet “Yahweh erlöst”. Wodurch erlöst Yahweh? Durch den Heiligen Geist, symbolisiert durch den Buchstaben “Schin”. Das Licht des Heiligen Geistes wird in Yeshuas Taufe durch die herabkommende Taube symbolisiert. Durch sie empfängt er das Licht Gottes, dass er dann 40 Tage in der Wüste in sich integriert.

Dabei ist er starken Versuchungen ausgesetzt, die aus seinem alten Selbst, aus Namen, Form und persönlicher Geschichte kommen. Durch sein tiefes Gottvertrauen überwindet er sie alle, denn er bleibt in Gottes Liebe.

Und so ist auch mit uns, wenn wir etwas von dem Licht des heiligen Geistes empfangen. Dies kann z.B. durch Lehrer, durch Engel oder die heiligen Schriften geschehen. Oft wird dann unser kleines Ich uns wiedersprechen und wir gehen durch einen Prozeß der Integration der schwerer oder leichter sein kann. Diesen Prozeß des Empfangens und Integrierens des Lichtes finden wir in vielen wirklichen Weisheitstraditionen, z.B. bei den Sufis und in buddhistischen Traditionen. Und diese Menschen leben dann in Hingabe zu Gott, für Gottes Liebe. Weil die Hinwendung zum Licht in allen diesen Traditionen die Gleiche ist, kann man sagen, es gibt eine ursprüngliche Weisheitstradition, aus der alle hervorgehen. Wir brauchen jetzt diese Unterschiede, denn wir leben in verschiedenen Kulturen. So kann jeder den Weg finden, der für Ihn am leichtesten ist.

Das geheime Evangelium der Maria Magdalena (Verse 195, 204, 207, 210-211, 215-216, 231-232, 234)


Maria Magdalena von Pietro Perugino

Maria Magdalena von Pietro Perugino

195. Maria sagte: “Wer die Heilige Mutter sucht ist dem Heiligen Vater nahe. Aber wer die Heilige Mutter verleugnet, ist weit entfernt vom Heiligen Vater. Es gibt nicht zwei, sondern nur einen Gott. Er / Sie ist sowohl Vater als auch Mutter.”

204. Maria sagte: “Ich sagte zum Herrn, ‚Las mich erkennen, wer du bist‘. Der Herr antwortete mir, ‚Wie du willst. Erkenne dich selbst.’”

207. Maria sagte: “Moses sah einen brennenden Busch. Aber ich sage euch, im Geist des Gesalbten habt ihr das ganze Feuer erblickt!”

210. Maria sagte: “Der Funken muss eine Flame werden. Die Flamme muss ein loderndes Feuer werden. Wenn du scheinst wie die Sonne, bist du vollendet.”

211. Maria sagte: “Das überirdische Licht sah man nicht bevor der Gesalbte es herabholte. Jetzt gibt es einen Lichtsamen und seine Reifung steht bevor.”

215. Maria sagte: “Zahlreich sind die verborgenen Weisheitsschätze und sie warten auf ihre Entdeckung. Wenn du die Weisheit umwirbst, gibt sie dir ihre Aussteuer. Alles in ihrem Haus wird dir gehören.”

216. Maria sagte: “Die Weisheit sucht die, die sie wirklich lieben. Sie kommt zu denen, die sie suchen. Niemandem, dessen Herz sich nach ihr sehnt, wird es an Weisheit fehlen.”

231. Maria sprach und sie sagte: “Wenn du betest, lass dein Herz an seinem Platz ruhen. Wenn es fortrennt, lass es zu seiner Heimstatt zurückkehren. Sie ist der aufgestiegene Christus.

232. Maria sagte: “Wenn du leer wirst, wird der Herr sich dir ganz schenken. Wenn du dich verlierst, wirst du den Heiligen Geist erlangen.”

234. Maria sagte: “Heute seit ihr weniger als die Engel, obwohl manche unter euch den Engeln gleich sind. Wenn ihr vollendet seit, werdet ihr über den Engeln stehn.”

Eine Einführung in das Evangelium gibt es in einer früheren Post.

wird fortgesetzt …

[Übersetzt aus Sophia Fellowship, „The Secret Gospel of Mary“, recorded by Tau Malachi Eben Ha-Elijah]

Audio Schabbat Diskurse

Auf der Seite der Sophia Fellowship findet ihr jetzt auch Audio Schabbat Diskurse in englischer Sprache zu verschiedenen Themen, z.B. zur Dunklen Mutter (Kali Imma) unter

http://www.sophian.org/

http://www.sophian.org/audio%20streams.html

Viel Spaß dabei!

Wer ist Christus?

In der Menschheit wird sich die Natur ihrer selbst bewußt und das Wesen des auferstandenen Christus wird sich seiner selbst bewußt. Es ist die Erlösung der Welt und der gesamten Schöpfung.
Dadurch können wir verstehen, was die Meister der christlichen Tradition lehren, wenn sie sagen: “Gott (Elohim) wurde Mensch, damit der Mensch Gott (El) wird.”

Nun, hier in der Welt erscheinen wir als männlich und weiblich, als Mann und Frau, aber der heilige Paulus lehrt uns: “Wo diese Erneuerung geschehen ist, da zählt es nicht mehr, ob jemand zu den Griechen gehört oder zu den Juden, ob jemand beschnitten ist oder unbeschnitten, ob jemand zu einem unzivilisierten Volk gehört oder gar zu einem Stamm von Wilden, ob jemand im Sklavenstand ist oder frei. Was einzig noch zählt, ist Christus, der in allen lebt und der alles wirkt.” (Der Brief an die Kolosser 3:11) Indem wir die Ignoranz der Vergangenheit verbannen, können wir hinzufügen: da zählt es nicht mehr, ob man männlich oder weiblich ist, Mann oder Frau, heterosexuell oder homosexuell – hier gibt es solche Unterschiede nicht, sondern alle sind Christus und in Christus, alle sind der Lichtmensch und der Lichtmensch ist in uns.

In Christus müssen wir herauskommen aus den Schlupfwinkeln des Egos. Wir müssen uns befreien vom Greifen nach diesen Unterscheidungen und Unterschieden und endlichen Begrenzungen, von all den kleinlichen Konflikten, die sie fortbestehen lassen. All dies bindet uns an die Ignoranz, die Dunkelheit, das Chaos der Materie. Während solche Dinge der Weisheit der Welt zufolge von Bedeutung sind, sind sie in der Weisheit Gottes (El, Elohim) nichts, sind sie Schatten, sind sie Torheit!

Genau dies lehrt uns der auferstandene Yeshua (Jesus) im letzten Vers des Thomasevangeliums: in Christus, im Lichtmenschen, sind wir alle gleich, sind wir alle ebenbürtig. Es gibt keinen Unterschied mehr zwischen Mann und Frau in Christus. Offensichtlich konnten das unerleuchtete Männer in der äußeren und unspirituellen Kirche nicht verstehen. So kam es dazu, dass die gleiche alte Ignoranz das äußere Christentum dominiert. Aber diese Lehre wird klar ausgesprochen in den Lehren von Adonai Yeshua und klar illustriert von seinem am meisten geliebten Jünger, seinem innersten Jünger – Maria Magdalena.

Jesus lehrt, weiht ein und ermächtigt Frauen genauso wie Männer – im Messias gibt es keinen Unterschied…

Indem er das tut, wird Christus in uns verwirklicht, etwas von seiner Lichtkraft und Lichtpräsenz wird in uns verkörpert.

Christus ist kein Substantiv, dass man besitzen und beanspruchen kann, es ist ein VERB – eine Handlung, genau wie dieses gesamte Kontinuum des Werdens, dieses Kontinuum der ständigen Transformation.

Womit soll ich mich nun identifizieren? Was ist besser? Der sterbliche Name und die Form, unsere persönliche Geschichte? Oder das voll entwickelte und erleuchtete Wesen, göttlich und überirdisch, der Christus – unsterblich?

(Übersetzt aus: Tau Malachi: Elohim, Shaddai & Expanses in Christ)

Das geheime Evangelium der Maria Magdalena (Verse 4-9)

Maria Magdalena von Pietro Perugino

Maria Magdalena von Pietro Perugino

4. Eine Frau fragte Maria: „Bist du die Eine, die der Herr innig liebte? Maria sagte: Der Herr liebte die Welt, und er gab der Welt Licht und Leben, damit niemand mehr in Dunkelheit leben würde. Er liebte mich als die Seele der Welt. Indem er mich umarmte, umarmte er die Welt und erhob sie in die Brautkammer. Ich bin die, die der Herr liebt, so wie er deine Lichtseele liebt.“ Maria sagte: Wer mich findet, wird den Gesalbten finden, denn ich bin das Haus, indem der Herr wohnt.“

5. Die Gefährten sagten zu Maria: „Erzähl uns vom Neuen Jerusalem.“ Maria sagte: Es ist Weisheit, die nicht von dieser Welt ist, sondern von der Welt des Überirdischen Lichtes. Wenn alle Funken eingesammelt sind und alle Lichtgefäße geheilt sind, wirst du die Herrlichkeit des Neuen Jerusalem vom Himmel kommen sehen. Im ihr wirst du die Brautkammer und das Bild des Gesalbten erblicken.“

6. Maria sagte: „Was niedergeschlagen wurde, soll erhoben werden, und was erhoben wurde, soll herabgeworfen werden; was oben ist, muss zur Erde heruntergebracht werden, und die Erde muss zum Höchsten erhoben werden.“

7. Maria sagte: „Das Feuer ist oberhalb des Wassers, und der Himmel ist über der Erde. All das ist sowohl oben als auch unten. Alles ist vereint im Schoß der Mutter, der der uranfängliche Raum ist, aus dem alles hervorgeht. Alles wird zu seiner Wurzel und Essenz zurückkehren.“

8. Maria sagte zu einer Frau: „Die Mutter ist alles, und sie ist nichts. Sie ist alles hier auf der Erde und sie ist nichts in der Umarmung des himmlischen Vaters. Trotzdem ist sie auf der Erde und im Himmel dieselbe. Hier verändert sie sich immer. Du bist sie und sie ist du.“

9. Maria sagte einmal: „Befasse dich nicht mit der Dunkelheit in der Welt, sondern verbanne die Dunkeheit, die in dir ist. Denn sie wird dich binden und zerstören, wenn du sie nicht ausstößt“

wird fortgesetzt …

[Übersetzt aus Sophia Fellowship, „The Secret Gospel of Mary“, recorded by Tau Malachi Eben Ha-Elijah]


Das geheime Evangelium der Maria Magdalena (Verse 1-3)

Maria Magdalena von Pietro Perugino

Maria Magdalena von Pietro Perugino

Aufgezeichnet von Tau Malachi Eben Ha-Elijah

Das „Evangelium der Maria“ besteht aus 250 ausgewählten Versen, die in der mündlichen Tradition der Sophia-Gnostik der Heiligen Maria Magdalena zugeschrieben werden. Einerseits sind diese Verse von der Heiligen Braut inspiriert, und andererseits sind sie aus einer mündlichen Tradition hergeleitet, die seit langer Zeit besteht. Dies ist immer so, wenn man aus einer mündlichen Tradition heraus spricht oder schreibt. Wie die Geschichten erzählt werden, hängt von der Inspiration des Geistes im jeweiligen Moment ab. Aus diesem Grunde wird die mündliche Tradition unter Sophia-Gnostikern so hoch geschätzt, den sie bleibt immer dynamisch und lebendig. Indem wir jedoch etwas von unserer mündlichen Tradition niederschreiben, dehnen wir das Licht der Braut über unseren spirituellen Kreis hinaus aus und erlauben Anderen, das Bild der Gesalbten Braut, der Heiligen Maria Magdalena, so zu erblicken, wie sie von Sophia-Gnostikern gesehen wird. Heutzutage suchen viele Menschen nach Erkenntnissen über Maria Magdalena, und so scheint es, dass der Muttergeist uns dazu ruft, ihrer Stimme Gehör zu verschaffen. Zu Ehren des Muttergeistes und von Kallah Messia (der Gesalbten Braut) bieten wir diese Verse in ihrem Namen an, als freiwilliges Geschenk für alle. Wir beten, dass sie ein Segen und eine Inspiration für alle sind, die sie empfangen.

1. Dies sind Verse, die von der Jungfrau Salome im Namen Maria Magdalenas gesprochen wurden. Weise Frauen bewahrten sie vertrauensvoll. Maria sagte, „Wenn du die Lichtfrau kennst, wirst du deine Mutter erkennen, und du wirst vom Muttergeist als Kind des Lichtes wiedergeboren werden. Weil das Licht ungeboren ist, wirst du ewiges Leben haben.“

2. Maria sprach mit ihren Gefährtinnen, und sie sagte, „Es gibt die Herrlichkeit der Herrlichkeit und die Herrlichkeit des Lichtes, und des gibt das Wahre Licht. Deshalb suche die Essenz des Lichtes, die jenseits von allem ist, und du wirst das Wahre Licht erkennen.“

3. Maria sagte, „Diese Welt ist ein Friedhof, sie ist mit Leichen gefüllt. Aus diesem Grunde setzte der Herr (Yeshua = Jesus) die Welt in Brand, damit die Toten erwachen können und Geister befreit werden. Und jetzt brennt das Feuer. Wir hüten das Feuer, damit es hell brennen kann, und wir tanzen im Feuer, denn wir sind entflammt vom Geist Yahwehs. Wenn du den Gesalbten suchst, suchst du das Feuer. Und wenn du vollkommen verbrannt bist, wirst du glücklich sein im Wahren Licht.“

wird fortgesetzt …

[Übersetzt aus Sophia Fellowship, „The Secret Gospel of Mary“, recorded by Tau Malachi Eben Ha-Elijah]