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Licht der Erlösung

Von der äußeren Kirche wird uns gelehrt, dass der Sinn des Opfers von Christus die Wiedergutmachung der Sünde von Adam und Eva war, der Ursünde, die wir erben. Was damit im Grunde nahe gelegt wird, ist eine beschädigte oder beeinträchtigte Menschheit, und dass Jesus kam, um zu korrgieren, was die Menschheit getan hatte. Die heilige Kabbala und Gnosis bringt jedoch eine andere Ansicht hervor. Für sie ist die Sünde von Adam und Eva das Ergebnis einer Unvollkommenheit oder eines Mangels auf der kosmischen Ebene. Es ist eher etwas Unvollständiges in der Schöpfung, und deshalb kommt Christus, um der Tikkun-Heilung dieser Unvollkommenheit Willen und nicht so sehr der Wiedergutmachung der Sünde wegen. Er kommt, um die Schöpfung zu vervollkommnen und Ratzon Elyon, den Willen des Höchsten, zu erfüllen.

Einfach gesagt, kosmische Ignoranz ist die Unvollkommenheit oder Unreinheit. Sie besteht in der Illusion der Trennung, die durch den Demiurgen in der christlichen Gnosis personifiziert wird. Es ist die Erzeugung der kosmischen Ignoranz, der Archonten und Dämonen am zweiten Tag der Schöpfung, als Elohim (Gott) Himmel und Meer trennte und damit auch die Dualität im Bewußtsein schuf, eine scheinbare Trennung zwischen Himmel und Erde, Gott und Schöpfung. Diese Ignoranz und Dualität im Bewußtsein ist die Ursache der Sünde von Adam und Eva. So kommt Christus, um diese Dualität aus dem Bewußtsein und der Schöpfung zu vertreiben. Er kommt als Träger des Lichts und gnostischer Offenbarer, der die Lehren, das spirituelle Wissen und die spirituelle Kraft übermittelt, die diese Ignoranz beenden.

Wie wir wissen und verstehen, ist das Auftreten der Ignoranz und Dualität im Bewußtsein ein natürliches Nebenprodukt der Schöpfung, dass aus der unbewußten Ureinheit hervorgeht. Es wird überwunden durch den Prozeß der Entwicklung und Evolution der Schöpfung, oder eher durch die Entwicklung und Evolution des Bewußtseins, durch ein Erwachen des Bewußtseins. Die Erfüllung dieser Entwicklung ist Christus, das messianische Bewußtsein, eine nicht-duale Realisierung.

Einerseits ergeben wir uns aktiv und dynamisch der Schekina des Höchsten (der göttlichen Präsenz und Kraft) und arbeiten so daran, die Bedingungen für die Selbstrealisierung in Christus mit ihr gemeinsam zu schaffen. Andererseits ist es eine Vereinigung mit Gott, die auf der göttlichen Gnade basiert und so kommt das Erwachen in Christus durch die göttliche Gnade, die überirdische Schekina, verkörpert im lebendigen Yeshua (Jesus) und in der wahren apostolischen Folge.

Es gibt ein deutliches Geschenk der feurigen Intelligenz, das Yeshua Messia uns übermittelt, eine ausgeprägte göttliche Präsenz und Kraft – der heilige Geist oder die überirdische Schekina. Wir unsererseits brauchen nur festzuhalten am Messia, dem Lichtmenschen, und uns dem Licht von oben zu öffnen, der Mutterkraft. Dieses heilige Licht erleuchtet und befreit uns. Es vertreibt die Falschheit und das Unwirkliche und offenbart die Wahrheit und Wirklichkeit, Gott, das wahre Licht. In einer aktiven und dynamischen Hingabe gibt es eine Zusammenarbeit und Kooperation mit der göttlichen Gnade, der Lichtpräsenz und Lichtkraft beim großen Werk. Und doch ist es die göttliche Gnade, das heilige Licht, das alles erreicht, das mit, in und durch uns, und sogar als uns wirkt, um Ratzon Elyon, den Willen und das Verlangen des Höchsten zu erfüllen.

[übersetzt aus: Tau Malachi: Light of Salvation]

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