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Vorübungen zur Partzuf-Meditation

Wenn es für euch zu schwierig ist, euch eine Person wie Jesus oder Maria Magdalena als Lichtwesen vorzustellen, ist es gut, ihre oder seine vollkommene Präsenz im Raum vor euch zu fühlen: lass all die Inspiration, Freude und Ehrfurcht, die du fühlst, die Stelle der Visualisierung einnehmen. Vertraue einfach, das die Präsenz, die du zu Hilfe rufst, wirklich da ist. Jesus sagte selbst: „Und das sollt ihr wissen: Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt.“

Es ist am Anfang nicht wichtig, ob ihr visualisieren könnt. Es ist viel wichtiger, dass ihr die Präsenz in eurem Herzen fühlt, dass ihr in euch aufnehmt, was sie verkörpert: ihre Liebe, ihr Mitgefühl, ihre Weisheit, ihren Segen und ihre Kraft. Lasst euch völlig davon erfüllen und spürt, was geschieht. Wenn der Meister zu euch spricht, nehmt es in euch auf. Bleibt so lange ihr könnt in der Aufmerksamkeit. Bittet zum Schluß, dass seine Liebe und Kraft auf alle Wesen ausgedehnt wird. Amen.

Eine andere Möglichkeit:

Wenn ihr euch ein Licht gut vorstellen könnt, denkt euch eine spirituelle Sonne hinter eurem Herzen, und lasst euch von diesem Licht völlig erfüllen.

Oder schaut euch an einem sonnigen Tag die Sonne genau an, und nehmt ihr Bild vollkommen in euch auf, spürt die Sonne hinter eurem Herzen. Diese Aufmerksamkeitsübung tut gut, und ihr könnt sie im Alltag oft wiederholen. Dann wird euch in der Meditation das Licht der Sonne sehr präsent sein.

Erinnert euch in der Meditation an die Sonne und spürt sie wieder hinter eurem Herzen. Versucht, das Licht stärker werden zu lassen und dehnt es aus, bis es euer Herz ganz erfüllt. Nehmt die Kraft und Reinheit dieses Lichtes bewußt in euch auf. Bleibt so lange ihr könnt in der Aufmerksamkeit. Bittet zum Schluß, dass die Kraft des Lichtes auf alle Wesen ausgedehnt wird. Amen.

Einen Altar bauen:

Sehr hilfreich ist es auch, einen Altar zu bauen. Das ist in der Sophia-Gnostik eine sehr kreative Angelegenheit und jeder richtet sich nach seinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen. Wichtig ist, dass ihr eine persönliche Beziehung zu dem Altar herstellt. So bringt ihr euch leichter in die sprituelle Aufmerksamkeit. Ihr könnt dazu z.B. ein Bild des Partzuf wählen, dass euch besonders anspricht, Kerzen, Weihrauch, aber auch jede Art von spirituellen Symbolen, die euch besonders wichtig sind. Auch die Beziehung zu anderen spirituellen Traditionen, wie Buddhismus oder Sufismus läßt sich symbolisieren.

Meditiert dann regelmäßig vor dem Altar und gewinnt ein Bild von eurem Partzuf als Lichtgestalt, das ihr euch  bei der Meditation immer besser vorstellen könnt.

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Partzuf-Meditationen

Partzuf-Meditationen kann man sehr gut mit dem Guruyoga im tibetischen Buddhismus vergleichen. Dabei verbindet der Übende sich mit der innersten Essenz des Heiligen in der Meditation. Dieser Heilige spiegelt und stärkt somit die in jedem Menschen vorhandene göttliche Kraft. Er verkörpert sie in ganzer Klarheit. Parzuf-Meditationen haben eine große Energie, die eigene Negativität aufzulösen. Sie können über lange Zeit eine Grundlage für die spirituelle Entwicklung sein. Man kann sie mit jedem Heiligen jeder Art mystischer Tradition ausführen. Wichtig ist die eigene Resonanz, die man mit der jeweiligen Figur empfindet.

Für mich entsteht diese Resonanz vor allem bei Partzuf-Meditationen mit dem Lebendigen Yeshua (Jesus), Maria Magdalena (der Heiligen Braut) und der Lichtfrau (der Heiligen Mutter).

Der Lebendige Yeshua ist nicht der Jesus, den man aus der äußeren Kirche kennt. Wie auch im Evangelium des Thomas, bezieht sich die Bezeichnung „Der lebendige Yeshua“ auf den auferstandenen Jesus, der seinen Schülern in Visionen und Träumen erscheint und Lehren vermittelt, die über die äußere biblische Tradition hinausgehen. Solche Lehren findet man in den gnostischen Evangelien, die nicht in der Bibel enthalten sind, aber auch in einigen Teilen der Bibel, so z.B. in der Offenbarung des Johannes. Ihr Ziel ist die direkte spirituelle Erfahrung und Erkenntnis, das Erkennen des innersten Selbst. Wenn man es erkennt, so erfährt man, dass das innerste Selbst kein Selbst ist. Einer der besten Wege dorthin, zur Gnosis, sind für mich die Partzufmeditationen.

Meditation mit der Lichtfrau

Meditation mit Maria Magdalena

Meditation mit dem Lebendigen Yeshua (englisch)

Weitere Partzuf-Meditationen (englisch)

Partzuf-Meditation: Einheit mit Maria Magdalena – der Heiligen Braut

Viele Sophia-Gnostiker haben zu Hause einen Altar, Schrein oder einen Raum für Gebet, Meditation und heilige Rituale. Sie zünden dort Kerzen an und verbrennen Weihrauch. Er dient ihnen als ein Ort der Fokussierung. Bei den spirituellen Übungen mit Maria Magdalena, der Heiligen Braut, ist der Altar ein besonders kraftvoller Ort, um den Kontakt zu ihr zu finden. Wenn du die Heilige Braut herbeirufen willst, ist es deshalb gut, einen Altar oder Schrein für die Heilige Mutter und Heilige Braut zu bauen. Du kannst dann diese Meditationsübung vor diesem Altar, aber auch an jedem anderen Ort, an dem du ungestört bist, durchführen. Viele Eingeweihte suchen sich zum Üben zusätzlich einen Platz in der Natur.

Setz dich hin und komm zur Ruhe. Führe das Kabbalistische Kreuz und die ursprüngliche Meditation aus (siehe unten) – werde frei und gegenwärtig im Augenblick. Verweile in der Ruhe und warte auf den Geist des Herren. Wenn der Geist dich bewegt, konzentriere dich auf deinen Bauch und stelle dir darin ein heiliges Feuer vor. Schüre mit jedem Atemzug dieses Feuer, fache es an.

Wenn das heilige Feuer brennt, segne es mit dem Gesang Ya-Ha-Va (kurze Vokale).

Dann stell dir vor, dass die Flamme wie ein feiner Faden sich von der Basis deiner Wirbelsäule und von deinem Bauch zu deinem Herzen bewegt. Stell dir vor, wie dein Herz in Flammen aufgeht. Lass dich erfüllen von der Kraft der göttlichen Leidenschaft, Energie und Liebe. Fühle wie du in Flammen stehst durch den Geist Yahwehs.

Nun stell dir vor, das eine Flamme aus deinem feurigen Herzen schlägt und magischerweise als das göttliche Bild der Maria Magdalena, der Heiligen Braut, vor dir tanzt.

Das Meditationsbild: Sie ist gekleidet in Karmesinrot mit einem karmesinroten Schal über ihrem Kopf. Sie trägt eine weisse innere Robe. Sie hat eine dunklere Hautfarbe und ist von ehrfurchtgebietender Schönheit mit samtschwarzen Haaren und grünen Augen. In ihren Händen hält sie den Salbtiegel und manchmal trägt sie ein Schwert. Sie ist umgeben von einer Aura aus Feuer und Licht. Sie tanzt wie eine Flamme am Himmel. Das gesamte Bild ist aus durchsichtigem Licht geformt.

Wenn die Braut vor dir tanzt, nimm wahr und fühle, wie ihr heiliges Feuer in dir tanzt, bete zu ihr und kommuniziere mit ihr. Sogern du auch viel sprechen würdest, bleibe in der Stille, höre ihr zu und nimm die Stimme ihrer Weisheit in dir auf. Öffnen ihr ganz und gar dein Herz und deinen Geist, lade sie ein, heisse sie willkommen. Wenn du es möchest, bitte sie, ganz in dein Leben zu kommen und es zu erfüllen. Empfange die Erleuchtung und Lehren, die sie dir gibt, was immer es auch sein möge. Empfange ihren Segen und ihre Gnade, was immer es auch sein möge. Sei ganz wach in der angeborenen Seeligkeit ihrer Gegenwart.

Dann nimm ihren Gesang auf: Kallah Messia (Gesalbte Braut).

Während du singst, stell dir vor, wie die Heilige Braut Segen ausgiesst über dir in Form von Feuer und Licht. Sieh sie um dich herumtanzen, in dir und durch dich hindurchtanzen, dein eigener Körper erfüllt mit Feuer und Licht und deine Aura strahlend mit Feuer und Licht. Vielleicht wird sie dich bitten auch zu tanzen oder sie wird dich bitten still zu bleiben. Wie auch immer, folge der Inspiration des Augenblicks.

Wenn du still wirst nach dem Gesang, stell dir vor, wie die Heilige Braut in dich schlüpft und ganz mit dir verschmilzt. Dein Geist wird ihr weiser Geist, dein Herz ihr flammendes Herz und dein Körper ihr heiliger Körper: sei eins mit der Heiligen Braut. Wisse, dass du ihr gehörst und sie dir für alle Zeit. Wandle in Schönheit und Heiligkeit, wenn du in die Welt hinausgehst. Sieh sie in jedem Wesen und in allen Dingen und in dir!

Setz dich und lass die Energie sich integrieren und erden. Dann bete, dass die Energie und der Segen der Heiligen Braut alle Wesen und die ganze Welt beglücken, und bete für die Gnosis des Zweiten Kommens. Zum Schluss führe das Kabbalistische Kreuz aus.

Das ist eine grundlegende Selbsteinweihung und Meditation mit St. Maria von Magdal, Unserer Dame in Rot. Wenn dir diese Methode zu schwierig oder unklar erscheint, kannst du dir einfach die spirituelle Sonne in deinem Herzen vorstellen. Dann schau, wie das Bild der Heiligen Braut magischerweise erscheint aus einem Lichtstrahl, der von deinem Herzen ausgeht. In diesem Fall tanzt sie nicht wie eine Flamme, sondern ihr Bild schwebt im Raum vor dir an einer Stelle. Am Ende stell dir einfach vor, wie sie sich wieder auflöst und in die sprituelle Sonne in deinem Herzen zurückkehrt. Der Anfang, das Ende sowie der Gesang Kallah Messia bleiben dabei gleich.

Wir beten, dass das feurige Licht der Heiligen Braut von allen, die sie suchen, empfangen wird! Amen.

(Übersetzt aus: Sophia Fellowship, Study and Practice)

Maria Magdalena in der Sophia-Gnostik

Maria Magdalena (ca. 1525)Auf der einen Seite gibt es in der Sophia-Gnostik viele Legenden über Maria Magdalena als Anhängerin von Jesus Christus und ihren Platz in der christlichen Tradition. Auf der anderen Seite verkörpert sie den weiblichen Aspekt des Göttlichen in der Schöpfung, so wie dieser im Hindu Tantra durch Devi in allen ihrem Formen zum Ausdruck kommt. Damit hat sie eine viel umfassendere Rolle, als wäre sie nur die Frau oder Braut Jesus. Eine Weg mit speziellen Meditationstechniken und Kontemplationen in der Sophia-Gnostik ist der des Ordens der Maria Magdalena. Es ist ein Weg der Selbsteinweihung. Er beginnt mit dem Bauen eines Altars zuhause und mit Meditationen, die Maria Magdalena visualisieren. Und er sagt uns viel über die Besonderheit des weiblichen Aspekt des Göttlichen:

„Sie kommt zu allen die sie rufen. Sie ist immer nah und in Erwartung, gerufen zu werden. Niemand benötigt eine Einweihung um sie kennenzulernen, denn sie offenbart sich denen die sie lieben und herbeirufen selbst.“

Die Meditationen aus diesem Orden sind auch als Einzelübungen sehr nützlich.

Der 1. Mai ist in der Sophia-Gnostik der Feiertag Maria Magdalenas. Wenn sich im Sternzeichen Stier der Frühling in seiner vollen Kraft manifestiert, ist uns Maria Magdalena, oder die heilige Braut, am nächsten und wir können aus der Meditation mit ihr die intensivste Kraft schöpfen. Deshalb möchte ich als nächstes hier eine Partzuf-Meditation mit Maria Magdalena vorstellen. Der Begriff Partzuf stammt aus der jüdischen Kabbala und bedeutet soviel wie „Gesichter Gottes“. Ich wünsche euch viel Spaß beim Kennenlernen eines der weiblichen Gesichter Gottes.


Bemerkungen zur Meditation „Einheit mit der Lichtfrau“

Laut Kabbala erfüllte am Anfang Or En Sof (das unendliche Licht) den endlosen Raum, und so erfüllte Gottselbst den endlosen Raum, unendlich in allen Richtungen. Die erste Handlung der Schöpfung war das Tzimtzum – das Zusammenziehen, bei dem Gott sich in das Gottselbst zurückzog und eine große Leere zurückließ, in der die Schöpfung stattfinden konnte. Mit anderen Worten: Gott schuf Raum im Gottselbst für die Schöpfung. Die Meister der Tradition sagen, dass diese große Leere des unendlichen Raumes Gottes Schoß ist. Und so erscheinen Gott, der Vater (Abba), und Gott, die Mutter (Aima), obwohl Gott in Wirklichkeit außerhalb der Dualität von männlich und weiblich, Vater und Mutter ist.

Man kann nicht sagen, dass der endlose Raum erschaffen wurde, denn obwohl Or En Sof ihn erfüllte, ist er uranfänglich und war allgegenwärtig inmitten des uranfänglichen Lichtes. Diese unendliche Geräumigkeit ist die noch nicht erschaffene Sophia – Mutter Sophia (Weisheit). In ihr leben wir, bewegen uns und haben unser Sein, und ihr erscheint die gesamte Schöpfung. Sie ist in der Schöpfung als der Raum, in dem alles existiert, und außerdem ist sie immer außerhalb der Schöpfung als der Raum von En Sof (dem Unendlichen) , welcher der Raum von Gott und Gotthaupt ist – der Eine-Ohne-Ende.

Sie ist der Urgrund und die Matrix – der Raum der Schöpfung und die Beschaffenheit des Bewußtseins, wie sie offenbart wurde in der Melchizedek-Übertragung. Licht und Dunkelheit erscheinen in ihr und alle kosmischen Kräfte: göttliche Kräfte, titanische Kräfte und dunkle Kräfte. Weil sie durch nichts verändert wird, das in ihr erscheint, sondern immer rein und unberühert bleibt, wird sie die heilige Jungfrau genannt. Jedoch wird sie auch die Hure genannt, weil alle kosmischen Kräfte in ihr erscheinen, göttliche, titanische und dämonische. Sie ist gleichzeitig ausschließlich und alles einschließend, unsere Mutter.

Wer die Beschaffenheit des Bewußtseins kennt und Selbsterkenntnis erlangt hat, hat auch die Gnosis der Mutter Sophia erreicht. Diese Gnosis nennt man auch Erleuchtung, und aus ihr wird das überirdische oder Christ-Bewußtsein geboren. Deshalb wird sie Christus Mutter genannt – die Mutter aller Heiligen. In den gnostischen Evangelien wird sie durch Mutter Maria, die Mutter von Yeshua Messia, die eine, die mit dem überirdischen Licht Gottes gesalbt ist, verkörpert.

Mutter Maria ist Mutter Sophia – nichterschaffene Weisheit, und Maria Magdalena ist die Tochter Sophia – erschaffene Weisheit. In Wahrheit sind Mutter und Tochter eine und dieselbe göttliche Sophia. Dennoch entspricht die heilige Mutter dem reinen Sein und die Tochter dem Immerwerdenden, so dass von der heiligen Sophia gesagt wird: „Sie bewegt sich und bewegt sich nicht.“ Die Meister der Tradition sagen, dass sich im heiligen Evangelium alles mit, in und durch die göttliche Mutter ereignet, denn sie ist die Grundlage von allem. Ebenso, wie ohne das Element des Geistraumes nichts erscheinen würde, würde auch ohne die Mutter das Licht des Kreuzes nicht hervorscheinen und niemand würde getauft werden.

Die Mutter ist die Stimme der Stille, die das Logos-Wort Gottes spricht und sie gebiert sich selbst in der Braut und dem Bräutigam, so dass durch sie das Gesicht des Vaters offenbart wird und der Eine-Ohne-Ende erkannt wird. Sie ist der Thron auf dem das Ebenbild Yahwehs erscheint, und sie umfasst alle göttlichen Bilder des Lichtes, die im Licht-Kontinuum erscheinen – die göttliche Mutter zu kennen, bedeutet sich selbst zu kennen und den Christus in sich zu gebären. Sie ist alles zusammengenommen, in allem und doch immer transzendent; gesegnet sei Gott, die Mutter und die Mutter Gottes!

Wir sprechen jetzt mit Worten und entwickeln Gedanken, aber die Gnosis der Mutter Sophia ist nicht in unseren Worten oder Gedanken, noch in irgendetwas, das im Geiste entsteht. Wirklich, obwohl sie in allem ist, ist sie immer jenseits, und deshalb überirdisch und supramental. Um sie zu erkennen, muß man sie erfahren – man muß in reiner strahlender Aufmerksamkeit eins sein mit dem Urgrund des unendlichen Raumes.

Was hier geschrieben steht ist in sich selbst eine Kontemplation und Meditation der heiligen Mutter, und es gibt noch viel mehr, dass über sie gesagt werden könnte – die Zahl der inneren und geheimen Lehren zu Mutter Sophia ist in unserer Tradition sehr groß. Jedoch findet man die direkte Erfahrung der heiligen Mutter und ihre Gnosis nicht durch Worte oder aus Büchern, sondern im Leben und in der eigenen Seele und sonst nirdendwo. In Wahrheit ist sie man selbst und mehr – der Kern von einem selbst, der Kern des Selbst von jedem Selbst und die Seele in jeder Seele. Das ist Mutter Sophia.

Aus diesem Grunde haben die Adepten und Meister der Tradition viele Meditationen mit dem Parzuf der Aima oder Mutter Sophia entwickelt, so dass wir ein Verständnis und Wissen über sie erlangen können und unsere Weisheit wachsen kann, wenn wir ihr näher kommen und sie erfahren. Die Meditation „Einheit mit der Lichtfrau“ ist eine der gebräuchlichsten Parzuf-Meditationen mit der heiligen Mutter.

(Übersetzt aus: Sophia Fellowship – Woman of Light Meditation)

Partzuf-Meditation: Einheit mit der Lichtfrau – der heiligen Mutter

Setze Dich an einen ungestörten Ort und führe eine ursprüngliche Meditation (z.B. mit dem Atem) durch. Diese selbst ist die grundlegendste Meditation der Mutter Weisheit, aber wenn wahre Gnosis nicht entsteht von dieser Einfachheit reinen Seins, verlagere Deine Aufmerksamkeit zur Mitte des Herzens und stelle dir in Deinem Herzen das Bild der spirituellen Sonne vor.

Betrachte Deinen Körper als den Schoß der Mutter und die spirituelle Sonne als ihr heiliges Kind – meditiere über deinen Körper als der heiligen Jungfrau-Mutter, die Deine heilige Seele gebiert in die Unendlichkeit und Ewigkeit. Dieses ist bereits die grundlegende Meditation mit der heiligen Mutter – wenn die Gnosis der heiligen Mutter in Dir dämmert, bleibe an dieser Stelle.

Lasse Dich von Deinem Herzen führen und wenn die Zeit kommt zu der Dein Herz sich aussprechen möchte, stelle Dir vor, dass ein Lichtstrahl aus Deinem Herzen hervorschießt und die Lichtfrau magisch vor Dir erscheint.

Das Bild der Lichtfrau: Dieses göttliche Bild erscheint in der Offenbarung des Johannes 12:1-2. Sie ist die Lichtfrau, die ihr Lichtkind gebiert, ihr Körper scheint wie die Sonne, sie trägt eine Krone von 12 Sternen und steht auf der Kugel des Mondes, voll von Gnade und strahlend mit göttlichem Glanz. Ihr Bild ist geformt aus durchsichtigem Licht, wie ein Regenbogen, und dennoch ist sie eine große und leuchtende Licht-Präsenz.

Stelle Dir die Lichtfrau vor, Mutter Israel, fühle, rieche, schmecke und höre sie – sei vollkommen bei ihr, öffne ihr Deinen Geist, Dein Herz und Dein Leben. Stelle Dir Deine Lichtseele als Kind in ihrem Schoß vor und den unendlichen Raum in Dir und um Dich herum als ihren göttlichen Körper. Bete zu ihr, und vertraue Dich ihr an, wissend, dass sie Deine wahre Mutter, die Mutter aller Mütter, die Frau aller Frauen – der Schoß von allem ist.

Wenn Dein Herz Dich bewegt, nimm den Gesang der Lichtfrau auf: Ha Isha Ha Elyona Aima Israel („Lichtfrau, Mutter Israels“).

Wenn Du singst, stell dir vor, dass Lichtstrahlen von ihrem göttlichen Körper strömen und über Dich fließen, Dich reinigen und heiligen, Dich segnen und ermächtigen zur Weitergabe des Lichtes. Es ist als würdest Du in ihrer Gegenwart als Lichtkind geboren werden und als würdest Du Dich in ihr an Dich selbst in der Welt des überirdischen Lichts erinnern. Stell Dir vor, dass das Licht über Dich fließt und Dich durchdringt, das es jede Deiner Zellen und jedes Partikel der Materie Deines Körpers in Feuer-Licht verwandelt, so dass Du nach und nach immer strahlender wirst, bis Dein Körper scheint mit hell leuchtendem, durchsichten Licht wie ihr Körper, und Du bist wie sie – das Bildnis Deiner Mutter.

Am Ende des Gesangs, wenn Stille eintritt, bleibe in der Stille, solange sie andauert, ob es nun ein Moment ist oder eine längere Zeit. Dann stelle Dir vor, dass sich die göttliche Mutter in fließendes Licht auflöst und dass dieses göttliche Licht vom oberen Teil Deines Kopfes in Dich fließt zur Mitte Deines Herzens. Betrachte Dein Herz als einen Herz-Schoß und die ganze Welt in ihm – eine große Sphäre aus Licht, die diese gute Erde umfasst, und lasse Liebe und Mitgefühl für alle Wesen als Deine Väter und Mütter, Brüder und Schwestern und Kinder heraufkommen, lasse Liebe für alle Wesen und für Gott aus Dir hervorscheinen. Bete für die Auferstehung und den Aufstieg dieser guten Erde und bete, so zu sein wie die Mutter bei ihrem großen Werk.

Dann nehme den einfachen Gesang der heiligen Mutter auf, behalte dabei die Liebe in deinem Herzen und den Wunsch in Deinem Geist: Ama-Aima.

Wenn der Gesang beendet ist, stelle Dir vor, völlig mit der heiligen Mutter zu verschmelzen – Dein Geist wird wie ihr göttlicher Geist, Dein Herz wird wie ihr heiliges Herz und ihr heiliger Schoß und Dein Körper wie der Körper ihrer Erscheinung; sei eine Einheit mit der göttlichen Mutter.

Zum Abschluß bete für die Ausdehnung des Lichtes des Kreuzes und für die göttliche Erleuchtung aller Wesen.

Gehe durch die Welt als würdest Du immer im Haus und Körper der heiligen Mutter wandeln, sei Dir der heiligen Einheit bewußt, in der alle Dinge leben, sich bewegen und sind; laß alle Geräusche ihre göttliche Stimme sein; nimm alle Gedanken und Gefühle, die aufsteigen als ihre göttliche Weisheit auf. Wisse, dass Du in ihr bist und sie in Dir und das Du untrennbar von ihr bist im Körper und in der Seele – das ist die Gnosis (Erkenntnis) der göttlichen Mutter. Amen.

(Übersetzt aus: Sophia Fellowship – Woman of Light Meditation)